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Cd Bericht
Band: Dark Tranquillity
Titel: We are the Void
Label: Century Media
Written by Rosi
Die Schwedische Melodic Deathmetal Combo Dark Tranquillity braucht man wohl keinem Liebhaber der etwas härten Gangart mehr vorzustellen. Die Herrschaften gibt es ja auch schon seit einer ganzen Weile, letztes Jahr feierten sie ihr 20-jähriges Bestehen und lieferten die Doppel CD/DVD „Where Death Is Most Alive” ab, welche sogleich in Ihrer Heimat auf Platz 1 der DVD Charts einstieg, eine wahrlich grandiose Leistung! Zusammen mit ihren „Nachbarn“ In Flames oder etwa At the Gates waren sie in den letzten 2 Jahrzehnten daran maßgeblich beteiligt ihren Stil zu definieren und kreierten dabei doch einen eigenständigen Sound. Ich persönlich kenne die Band zwar, hab sie auch schon das ein oder andere Mal live bewundern dürfen, mit ihrer Musik allerdings setzte ich mich nicht wirklich auseinander und hörte mir auch noch nie eines ihrer Alben durch. Grund genug das also nun zu ändern, denn die Truppe lässt ihr bereits 9. Werk „We are the Woid“ auf die Metalwelt los:
Shadow In Our Blood heißt Track Numero Uno, welcher schon mal eher freundlich und recht verspielt daher kommt bis die dunklen Growls einsetzen. Gen Ende des Songs gibt’s dann auch noch ein paar trashige Elemente – ein typisches Melodic Deathmetal Stück mit einem gut eingehenden Refrain.
Danach folgt Dream Oblivion welches etwas langsamer und düsterer ausgefallen ist. Die eher hellen elektronischen Parts lockern das Ganze dabei etwas auf, vermagen aber auch eine apokalyptische Stimmung zu erzeugen, dafür kommen die abgehakten Gitarrenstrukturen cool rüber.
Ruhiges Klavier Geklimpere leitet The Fatalist ein und untermalen das gesamte Lied hindurch ehe die Äxtefraktion einsetzt, hier drückt man wieder etwas auf den Tempo vor allem der Drummer gibt Gas, wie bei den Vorgängerwerken ist auch hier der Text gut verständlich zu hören.
Ein eingehender Sound wird uns bei In My Absence präsentiert, dabei kommt der Refrain schon fast emotional rüber wer erwartet so etwas bei den ultratief gesungen Parts, dazu tragen vor allem die helleren Riffs bei. Schön gelungen ist auch der Ausklang, muss man sich glatt noch einmal reinziehen.
Etwas kitschig dröhnt da hingegen The Grandest Accusation aus den Boxen, daran ist hier wohl das Keyboard schuld, die clear Parts zur Mitte des Stücks tragen dann noch etwas dazu bei, ganz so schlimm ist dann auch wieder nicht, denn es gibt ja noch die dunklen Growls.
Ein bisschen so weiter geht es bei At The Point Of Ignition, hier kommen aber vor allem die Röhrparts durch die abgehakten Gitarren gut zur Geltung und man kann sicherlich toll dazu die Rübe kreisen.
Abwechslung rein kommt dann bei Her Silent Language, durch unterschiedlichen klaren Gesang aber auch den typischen dunklen Shouts. Die Saiten klingen eher hell und einige elektronische Spielereien wurden reingemischt, alles in allem ein Track der es locker zum Ohrwurm schaffen kann.
Arkhangelsk hört sich zu Beginn fröhlich an, danach wird’s aber ganz schnell beängstigend, ja sogar richtig finster kommt der Song daher.
Turboboost rein, denn nun schallt I Am The Void aus dem Lautsprecher, der wohl schnellste Track des Albums wartet mit gelungenen Riffeinalgen und tollem nachhallendem Gesang auf.
Ein paar Black Metal Elemente streut man bei Surface The Infinite dazu, die Äxtefraktion und der Schlagzeuger dürfen desöftern Stoff geben, wenn auch insgesamt der Gesang dominiert.
Iridium stellt dann den Abschluss dar, hier heißt es sich noch einmal zurück zu lehnen und genießen, wobei nicht ganz, denn zum an sich ruhigen Sound, dreht der Sänger dazwischen noch ein paar mal ganz schön auf. Ein auf und ab also zwischen gemütlich und anstrengend würde ich mal sagen. Wobei ein rein gemächlicher Song mir zum Ende weitaus besser gefallen hätte...
Fazit: Alles in allem eine amtliche melodische Todesmetall Scheibe! Etwas lästig sind dabei auf Dauer sicherlich die Keyboardelemente, dafür gibt es aber kaum clear Gesang was das Werk insgesamt einfach härter aber auch nicht zu deftig macht. Das traditionelle Spiel steht hier auf alle Fälle im Vordergrund, da gibt’s keine „modern“ oder „nu“ Metal Einflüsse, was den ein oder anderen Verächter dieses Genres sichtlich gefallen dürfe.
Die Limited Edition des Silberlings kommt übrigens mit 2 Bonustracks: “Star Of
Nothingness (Instr.)” und “To Where Fires Cannot Feed” + einer DVD (inkl. detailiertem Studioreport mit Anders Björler (THE HAUNTED) heraus.
01. Shadow in Our Blood 03:46
02. Dream Oblivion 03:48
03. The Fatalist 04:32
04. In My Absence 04:47
05. The Grandest Accusation 04:55
06. At the Point of Ignition 03:52
07. Her Silent Language 03:33
08. Arkhangelsk 03:56
09. I Am the Void 04:00
10. Surface the Infinite 03:50
11. Iridium 06:43
Homepage
www.darktranquillity.com
MySpace
www.myspace.com/dtofficial
Line Up
Mikael Stanne (voc)
Niklas Sundin (guit)
Martin Henriksson (guit)
Daniel Antonsson (bass)
Martin Brändström (keys)
Anders Jivarp (drums)
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