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Dornenreich
25.09.09 Komma Wörgl
Nachtreisen nennt sich die aktuelle Tour von Dornenreich und mit einer kleinen Nachtreise begann auch für uns. Ein leichtes Verkehrschaos endete damit, dass wir nach fast 3-stündiger Fahrt von Salzbug nach Wörgl gerade noch zum letzten Stück von Mely im Komma gekommen waren. Dadurch verpassten wir auch die Italiener Alight (die ehemalige Band der aktuellen Tristania-Sängerin Mariangela Demurtas).
So ging es also nach kurzer Umbaupause gleich mit dem Headliner Dornenreich los.Nach kurzem Intro startete man das Set mit Drang vom letzten Album In Luft geritzt, welches von Sänger/Gitarristen Jochen "Eviga" Stock mit Akustikgitarre vorgetragen wurde. Eigentlich ein doch sehr ruhiger Start in ein Konzert, trotzdem perfekt umgesetzt und vom leider nicht sehr zahlreich erschienenen Publikum durchaus gut angenommen. Es sollte aber das einzige Stück für diesen Abend sein, bei dem nur Eviga und Thomas "Inve" Riesner auf der Bühne standen und ein Stück akustisch vortrugen. Man blieb zwar bei In Luft geritzt, steigerte das Tempo aber mit „Jagd" doch etwas. Hier konnte man dann auch schon die perfekt zur Stimmung passende Lichtshow bemerken, die sich über den gesamten restlichen Abend zog. Nicht nur das Licht, auch die Mimik von Eviga passte immer perfekt zur Stimmung der vorgetragenen Stücke. Man merkte sofort wie sehr er in seine Musik vertieft ist. Bei „Jagd" zum ersten Mal im Einsatz an diesem Abend war dann Ausnahmedrummer Moritz "Gilvan" Neuner, der ja unter anderem auch schon bei Atrocity, Leave's Eyes und Graveworm (alle Bands bei denen er beteiligt war aufzuzählen würde die Länge des Berichts wohl verdoppeln) hinter den Kesseln Platz nahm. Mit „Eigenwach", „Grell und dunkel strömt das Leben" und „Schwarz schaut tiefsten Lichterglanz" wurden danach gleich drei Stücke von einem der erfolgreichsten Alben von Dornenreich „Her von welken Nächten". Die Stimmung im Publikum wurde mit Fortdauer des Gigs immer besser, wodurch auch nicht so sehr gemerkt wurde, dass das Komma alles andere als gut gefüllt war. Da Dornenreich ja in nächster Zeit ein neues Album mit dem Titel „Flammentriebe" veröffentlichen wollen, wurde auch gleich ein Stück von diesem Album vorgestellt. Die Richtung die dort wieder eingeschlagen wird ist doch wieder etwas härter und wird wieder in Richtung „Her von welken Nächten gehen" und nicht mehr in die der letzten Alben. Nach „Der Hexe flammend' Blick" von „Hexenwind" und „Leben lechzend' Herzgeflüster" von „Bitter ist's dem Tod zu dienen" war das Ende des regulären Sets mit dem wohl größten "Hit" der Band „Trauerbrandung" erreicht wurde. Die Jungs ließen sich aber nicht allzu lang bitten und kamen noch für Wer hat Angst vor Einsamkeit? zurück, ehe ein starker Auftritt zu Ende ging.
Für uns war es ja leider ein eher kurzer Konzertabend, der aber trotzdem, vor allem durch die Qualität des Auftritts von Dornenreich, durchaus überzeugend war. Eine perfekte Lichtshow mit sehr gutem, druckvollem Sound wurde uns auch geboten. Schade nur, dass nicht allzu viele Leute dafür zu begeistern war. Mich wundert es schon, da es sich ja für Dornenreich doch um ein Heimspiel gehandelt hat.
Für euch vor Ort war Chris Egger
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