Hauptmenü
Live Berichte > berichte
Dredg, Judgement Day & Across the Delta
25.10.09 Rockhouse Salzburg
Wir schreiben den Sonntag vor dem Nationalfeiertag ein langes Wochenende also und noch dazu ein Tag an dem sich ein feines Konzert im Salzburger Rockhouse ankündigte. Zwar nennt sich unsere Seite „Metal Underground", doch hören wir uns auch immer wieder gerne andere Sachen im großen Spektrum der Rockmusik an. Dredg zum Beispiel kannte ich lange bevor ich Metal zu hören begann, man könnte vielleicht auch behaupten dass dies wohl irgendwie auch der sanfte Einstieg dazu war. Pünktlich kamen wir in der Mozartstadt an wo dann auch schon die erste Band des Abends die Bühne enterte:
Across The Delta waren mir gänzlich unbekannt, dementsprechend wenig Erwartungen hatte ich auch. Die Jungs aus Wien spielten souveränen, eher in ruhigeren Gefilden bewegenden Rock der einen schon mal ganz gut einstimmte und unterhielt. Der Saal war zudem auch schon halb voll doch irgendwie zünden wollte das Ganze nicht. Die Herrschaften bemühten sich redlich doch das Publikum wirkte noch äußerst unmotiviert. Man ackerte sich brav durchs Set und konnte auch immer Höflichkeitsapplaus einheimsen. Eine leichte Mucke die sich aber auch nicht von der Masse abhebt so würde ich den Stil dieser Truppe beschreiben. Der Sänger als auch die Instrumente leisteten gute Arbeit, aber wie gesagt das gewisse Etwas fehlte einfach, war man gar selber etwas müde? Egal, für den Anfang war es schon mal ganz passabel um sich die Zeit zu vertreiben bis die wirklich interessanten Acts kamen.
Die darauf folgenden Amerikaner Judgement Day wurden relativ kurzfristig noch ins Boot geholt. Das Trio war sogleich faszinierend, denn man verwöhnte uns mit reinen Instrumentalsongs: Schlagzeug, Geige und Cello. Zuerst dachte ich mir das passt eigentlich weniger zum heutigen Abend, doch irgendwie versprühte man einen besonderen Reiz weil es einfach einmal ganz was Anderes war. 2 Instrumente die man eigentlich selten im Rockhouse zu Gesicht bekommt erzeugten eine ganz tolle Soundkulisse, die Herschafften die die Geräte bedienten hatten es echt drauf. Wie in Trance spulte man die Stücke runter, ganz ohne Gesang ja das kann funktionieren - Judgement Day sind der Beweis dafür! Nur kurz plärrte der Fiedler auch schon mal in sein Streichinstrument statt ins Mikro um den Sound noch mal etwas zu unterstreichen. Was man da fabrizierte war großes Kino welches ich mir zwar wohl nie auf CD zu gemühte führen werde, doch Live war es auf alle Fälle mal eine Erlebnis wert. Und nicht nur ich war begeistert sondern auch das Publikum welches gespannt lauschte und wohl auch die Hauptband des Abends, diese rekrutierten sie nämlich kurzerhand um sie bei mehreren Songs zu begleiten.
Nun war es soweit und die Kalifornier Dredg legten los mit ihren wohltuenden Alternative Rock Klängen. Wie schon bei Judgement Day war nun auch bei Dredg die Stimmung weitaus besser als bei der ersten Band des Abends. Angenehm gefüllt war die Halle somit war es natürlich auch für die Mannen auf der Bühne eine Freude ihre Tracks zu performen. Seit dem letzten Mal im Rockhouse im Jahr 2002 ist ja schon wieder einige Zeit vergangen und auch eine neue Platte hatte man mit im Gepäck. Ein guter Querschnitt aus neuen und alten Liedern wurde gespielt ohne dazuwischen lang mit Ansagen zu langweilen. Nahezu nahtlos verwöhnten uns die Jungs mit ihren Songs die mit sehr vielen Arrangements gespickt waren. Jeder Musiker kann man sagen bediente nebenbei auch noch ein Mischpult um verschiedene Soundelemente einzustreuen. Doch am meisten punkten konnte sicherlich Gavin Hayes mit seiner begnadeten Stimme: Sehr sauber und vielschichtig sang er, so was gibt's nur selten das man Live nahezu wie auf CD klingt. Schön war auch der Wechsel zwischen ruhigen, schnelleren, lauten und emotionalen Parts doch diese Mischung spiegelt sich ja ohnehin in ihren Werken nieder und ist auch Markenzeichen der Gruppe. Die Zeit verging flugartig und eine wirklich tolle Show neigte sich leider schon dem Ende zu, da hätte man locker noch eine Stunde zuhören können. Beim letzten Stück trug man dann sogar dem Schlagzeuger alle Trommeln weg, sodass er nur mehr auf seinen Hocker saß und begann zum Ausklang am Klavier zu spielen. Das schaute irgendwie witzig aus, war aber im Endeffekt auch irgendwie schade, weil somit klar war, dass es keine Zugabe geben wird, ohne Drums geht das ja auch irgendwie schlecht. Eineinhalb Stunden Musikgenuss pur bescherten uns Dredg, hoffe Euch bald mal wieder zu sehen und bis dahin werde ich mir auf alle Fälle das aktuelle Album The Pariah, The Parrot, The Delusion zulegen. Einzig zu bemängeln habe ich das mein Lieblingssong Sanzen nicht gespielt wurde, aber man kann ja schließlich nicht alles haben ;-)Nicht nur die Bands sondern auch ein toller Sound und gute Lichteffekte machten diesen Konzertabend im Rockhouse zum Erlebnis!
Konzertbilder
Für euch vor Ort war Rosi im Schlepptau Daniel und Ulli
The content is the property of www.metal-underground.at