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Endstille, Hollenthon, God Dethroned & Sycronomica
12.11.09 Rockhouse Salzburg
Unter dem Motto 3 Bands 3 Headliner hatten sich Endstille, Hollenthon und God Dethroned sich auf ein Tourpackage zusammengetan und bereisten so Deutschland, Schweiz und auch unsere Alpenrepublik. An einem triesten Donnerstag hielt man im Salzburger Rockhouse um der Meute einzuheizen. Seit einigen Dates hatte man sich mit Sycronomica verstärkt und diese durften auch im Rockhouse den Abend eröffnen.
Als wir beim Rockhouse ankamen hatten bereits die Münchner Melodic Black Metaller die Bretter bestiegen und ackerten sich artig durch ihr dreißig Minuten Programm, welches man nach dem Intro „Preludium III", mit „Kaleidoscope", „Für die Ewigkeit" und „Realm of Dust an Ashes" vor einer überschaubaren Besucherzahlt tat. Einige wenige wagten sich ganz nach vorne an die Absperrungen um in den direkten Genuss der Soundkunst von Oliver Walther (voc), Johannes Jüde (guit), Christian Metz (guit), Florian Winter (keys), Robin Fischer (bass) und Dennis Strilli (drums) zu kommen. Diese machten aber gute Miene zum bösen Spiel und zauberten ihrerseits eine gekonnte Show aufs Bankett. Zwischen Growls und Black Metal Gekeife variierte der Trupp mit etlichen Melodieschüben, die ganz annehmlich klangen. Dem bereits in der Halle anwesenden Publikum schien das Material zuzusagen, doch so richtig starten oder gar zum Abgehen konnte man leider niemanden animieren. Einige wenige Die Hard Fans bangten recht fleißig, doch das war schon die einzige übermäßig euphorische Reaktion die man an diesem Abend einheimsen konnte. Zwar wurden die Herrschaften aus Bayern artig beklatscht, doch das war es dann auch schon. Für unseren Teil konnte man sicher gut aufgeigen, doch lediglich zu viel Keyboardkitsch dominierte Streckenweise die treibenderen Parts des Materials. Dadurch wirkte man Streckenweise vom Tastensound her zu glatt poliert und auch zu kitschig, doch ansonsten war die Spielweise der Bayern Melodic Schwarzwurzel Metaller sehr ansprechend. Das Ende der dreißig Minuten Spielzeit nahte und man verabschiedete sich vom Publikum mit „The Call" und „Paths (...of a Forgotten Time)" bevor man endgültig Lebewohl sagte.
Hollenthon und God Dethroned wechselten sich immer in der Reihenfolge. Eigentlich hätten sich die Jungs von Endstille auch daran beteiligen können, na ja, wie auch immer, meine persönlichen Favoriten des Abends bestiegen eine recht annehmlich gefüllte Halle. Sicher nicht das Non plus Ultra, doch für einen Donnerstag nicht schlecht. Diese Meute begrüßte recht herzlich die wieder gekehrten holländischen Deather. 2006 waren die Herrschaften das letzte Mal bei uns und an diesem Auftritt konnte man binnen Sekunden anknüpfen. Viel Resonanz konnten die Holländer einheimsen und etliche, vor allem die vorderen, geschlossenen Reihen bangten artig zu den Granaten von Henri Sattler (guit & voc), Susan Gerl (guit), Henrik Zinger (bass) und Roel Sanders (drums). Der Frontmann ist immer ein Brüller, nicht nur das er ein sympathischer Zeitgenosse ist, der zu jedem Blödeln bereit ist, nein auf der Bühne zeigt sich der Tulpen Metaller von einer eher versierten ruhigen Seite. Dennoch brüllte sich der gute Henri die Seele aus dem Leib und das ging einem durch Mark und Bein. Einem Bekannten viel auf das sein Sage Acting etwas dem, von Curt Cobain glich. Na ja wie immer man dies sehen bzw. verstehen konnte. Sicher hatte er keinen großen Bewegungsradius, doch dies spielte er locker mit seinem starken Spiel und seinen markerschütternden Gebrüll. Neuerwerb Susan hat sich bereits bestens in die Truppe eingelebt und ackerte wie eine wilde Furie und poste dabei ordentlich. Die melodischen Solis die sie uns dabei bot waren richtig gehend geil. Zwischen den Songs befrage Henrik die Meute wer denn wohl vom letzen Mal wieder gekehrt sei und freute sich wie ein Honigkuchenpferd auf jene die ihm vor Begeisterung entgegen brüllten. Die Klasse die man uns hier bot kannte keine Grenzen. So bejubelten viele die holländischen Deather und diese zeigten sich von ihrer besten Seite. Weites gehend hatte man die Set List mit Songs vom „Passiondale" Album gespickt. Wem das Album zu ungeschliffen und zu roh war, für den erspielte man an diesem Abend Songs wie „No Man's Land", „Behind Enemy Lines", „Drowning in Mud" und so weiter von einer komplett neuen Soundsichtweise. Viel melodischer kam jede Granate durch die PA und wusste sich binnen Sekunden im Gehörgang fest zusetzen und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Viel Spaß hatten alle Fans in der Halle mit dem Auftritt und meiner Meinung nach konnten diese Herrschaften die beste, zumindest gezeigte Resonanz einfahren. Fast wollte man schon die Bühne verlassen, doch so richtig genug konnte niemand von God Dethroned bekommen. Somit verabschiedeten sich die Herrschaften mit „Villa Vampiria" bevor es wirklich aus sein sollte. Einmal mehr Megageil was uns die Tulpen Deather geboten hatten. Auf ein hoffentlich schnelles nächstes Mal.
Viele Jahre sind verstrichen seit Hollenthon in Salzburg gespielt haben. 2002 beim Headbangersball hatte man als Hauptact den Fans die Rübe weg geblasen. Die Halle füllt sich nun um einige Besucher mehr, denn man wollte nichts vom Auftritt der Wiener Symphonic - Melodic - Death Metaller verpassen. Diese haben haben nach dem Auftritt und der Resonanz zu ihren Vorgängern keine Probleme, ihr Heimspiel souverän zu gewinnen. Martin Schirenc (guit voc) ist immer wieder ein Brüller, ob mit Pungent Stench oder wie in diesem Fall mit Hollenthon. Stets weiß er mit seinem Edelproll Charme die Meute zu unterhalten. Tief in die Trickkiste griffen Martin Schirenc (voc, guit, bass & keys), Martin Arzberger (guit), Gregor "El Gore" Marboe (bass) und Mike Gröger (drums & percussion) dabei und holten nicht nur aktuelles Liedgut, nein auch olle Kamellen wurden mit Freuden der Meute zum Menü vorgesetzt. Wenn man so durch die Reihen der Besucher blickte war man recht Zweigespalten. Einerseits bangten und wüteten einige im vorderen Drittel zu den Klängen mit denen man uns beschallte. Andererseits standen viele Fans wie in Trance da und ließen sich die Rübe vom Material weg blasen. Damit unterstrichen die Wiener dass ihre Musik einfach fasziniert, ja fast hypnotisiert und auch das Duo unseres Webzine stand gebannt da was den uns nun erwarten würde. Trotz der großen Komplexität und einigen Backline Einspielungen konnte man die Tracks live sehr gut rüber bringen. Dies sahen auch die Fans des Abends und feierten Hollenthon ab. Mit einem sehr guten Sound gesegnet konnte man nach allen Regeln der Kunst überzeugen, als auch verwöhnen. Somit konnte der Soundreise mit den Wienern weiter gehen. Denn wie schon erwähnt, befanden sich viele Besucher in Trance und diese entführte man auf eine weite Reise des Genusse der etwas dünkleren Art. Nur kurz hielt Martin mit seinem Trupp inne und offerierte uns seine kurzen Ansagen im Wiener Slang mit einem breiten Grinsen. Alle Tracks von der kürzlich veröffentlichten Ep „Tyrants And Wraiths" wurden uns klanglich um die Ohren gepfeffert, aber auch einen guten Querschnitt aller Alben (Domus Mundi , With Vilest of Worms To Dwell, Opus Magnum) konnte man uns Live vor den Latz knallen und das mit viel Pomp und Gloria das man schlussendlich jeden auf die Seite gezogen hatte. Nach gut einer Stunde Spielzeit beendete man den Auftritt und das ohne eine Zugabe, was nicht nur wir sondern auch viele Besucher an diesem Abend fassungslos hinnehmen mussten.
Eine etwas längere Umbauphase für den Headliner vertrieb sich so mancher mit dem Gang zum Merchandise Stand. Gute Preise hatte man hier parat und da konnte man sich gut eindecken. Auch einige Schwätzchen konnte man halten bis die Kieler zum Bekannten Echolot in die Halle riefen. Eigentlich, so dachten wir würden viele Black Metal Kiddies an diesem Abend die Halle stürmen, doch nicht wirklich viele wollten in den Genuss des Black Metal von Endstille kommen. Nocturnal Overlord (guit), Lars Wachtfels (guit), Cruor (bass) und Mayhemic Destructor (drums) ackerten gleich im tiefsten rumpeligen Black Metal los und wie ein Eissturm wehten uns die Jungs nun ihre Offerte des Pandabären Metal um die Ohren. Nicht wirklich mit Lob hatte man sich das letzte Mal in Salzburg bekleckern können und dies wollte man, so schien es zumindest dieses Mal ändern. Mit neuem Frontmann verstärkt, hatte man einen guten Griff getan. Mit Lugubrem (ex Ereshkigal und Mordskog) aus Mexiko konnte man nun einen neuen Mann hinterm Mikro begrüßen. Dieser schien wirklich einen drauf setzen zu können und brüllte mit viel Verachtung die Shouts und Growls ins Publikum. Doch die Besucherzahl schwand sichtlich und viele gingen lieber an die Bar und wollten von der Band nichts wissen. Auch verständlich, denn eigentlich animiert diese Truppe nur jüngere Jahrgängen und diese waren an diesem Abend eher Mangelware und so spielte man schlussendlich vor etwa noch 90 Besuchern und spielte sich den Arsch wund. Richtig Euphorie und Laune kam dabei bei niemandem auf. Auch der Bewegungsradius und das Stageacting waren eher verhalten und eisig angesetzt. Lediglich der Frontmann (von uns mit dem Spitznamen STINKI getauft) suchte die Nähe des Publikums. Der Rest Stand eher, zumindest schien es so gelangweilt auf der Bühne und holzte einen Track nach dem anderen runter. Vor allem der zweite Axtschwinger hatte einen Bewegungsradius von nicht mal 10 Zentimeter und wirkte als hätte man ihn auf der Bühne fest geklebt. Eigentlich könnte man schon auch von dieser Truppe bzw. dem Genre etwas an Bewegung verlangen, doch diese gerieten bis auf das Acting des mexikanischen Fronters eher ins Hintertreffen. Somit hielt man sich nicht lange mit Reden auf und knallte nacheinander „Dominanz", „Hate Me... God?", „Biblist Burner", „Vorwärts! (Sturmangriff II)", „Ripping Angelflesh, Conquest Is Atheism" und so weiter stur runter. Wenn eine Band in Tao Tao Kriegsbemalung über „Frühlingsgefühle" singt dann ist das schon etwas Einzigartiges. Unsere Runde erheiterte man sichtlich mit diesem Song und ab diesem Zeitpunkt war man wohl eher der Lacher des Abends. Zwar lieferte man eine nette Show, im Gegensatz zum letzen Auftritt in Salzburg, dieser wurde aber schlussendlich von immer weniger Leuten genossen und auch wir reihten uns vor dem letzen Track in die Reihen jener ein die, die Halle früher verließen. Die Show war nicht sonderlich der Kracher und man bewies einmal mehr, dass Endstille mittlerweile eher für Evil Kiddies sind und für reifere Metal Fans einfach nichts zu bieten haben. Hart aber leider wahr!!!!
Konzertfotos
Für euch vor Ort waren Robert und Rosi im Schlepptau die Michi
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