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Cd Bericht
Band: Great Awakening
Titel: Thrash Till You Die
Label: Eigenproduktion
Wer auf die alte Variation des Thrash Metal steht, für den habe ich heute wieder genau das Richtige. Great Awakening nennt sich die Truppe heute, die bei uns Vorstellig wurde. Obwohl das Gründungsjahr der Band auf das Jahr 2006 datiert, haben die Burschen eine Spieltechnik, als auch Freude drauf die an viele Glanztaten des good old Florida Thrash Metal erinnern. „Thrash Till You Die“ wurde in der Konstellation Ryan Kenyan (voc & guit), Nick Butera (drums), Vinnie Butera (guit) und Brandon Butera (bass) eingespielt und ist genau das richtige für Freunde von Sacred Reich und Exodus.
Wie schon bei der Einleitung des Openers „Hit & Run“ angesprochen bekommen wir hier eine Rundfahrt durch das Land des Thrash Metal, welches von der Anarchie regiert wird. Flotte, peitschende Rhythmen jagt man uns hier hinterher. Zwar kommen viele Erinnerungen an die oben, bereits genannten Bands auf, doch hört man hier einen großen Einfluss an Iced Earth der „Night of the Stormrider“ Phase zusätzlich heraus. Dies macht den Song wesentlich melodischer und nicht zu kantig. Des einen Freud, ist bekanntlich des anderen Leid, denn trotzdem das man alten Roots frönt wird hier eine klare und saubere Produktion verwendet. Diese verschafft dem Stück einen guten Klang und somit können sich die Speedigen Klänge bestens entfalten.
Ein klassisches Klavierintro mit bedrohlicher Begleitung eröffnet „XIII“ sehr beschaulich, doch gleich tritt man das Pedal bis zum Anschlag und die Jungs bolzen sich hier einen Weg frei das einem Hören und Sehen vergeht. Wiederum weites gehend melodisch eingespielt geizt man nicht mit treibenden Breaks die zum Bangen animieren. Streckenweise knüppelt sich der Trommler die Finger wund das man schon fast glauben mag jetzt kippt er um und bekommt einen Herzinfarkt. Doch schon springen die werten Kollegen ins Getümmel und stoppen das Prügeln merklich ab und erneut kommt man mit weniger wilden Gemetzel aus, dafür vollzieht man eine erneute melodische Wendung.
Mehr groovend und deutlich kantiger wird nun „All Systems Fail“ vom Stapel gelassen. Speed Hammer der mit vielen fetzenden Vibes schallt. Dabei erzeugt man einen sehr rollenden Effekt, welcher die Nummer zu einem wahren Circle Pit Track macht. Auch hier hantiert man mit vielerlei Melodien herum und webt diese ausgewogen in den grundsoliden Thrash Sound.
Noch um einen Tick kantiger setzt man uns „Swallowed by Hell“ vor. Der melodische Anteil bekommt auch hier seine Daseinsberechtigung, doch geht es hier weites gehend thrashiger ab. Dies vollzieht man mit einem prächtigen Tempo das erneut für satte Nackenschmerzen sorgen wird. Deutlich solider ist diese Nummer gestrickt und auch simplere Strukturen machen mit der Truppe sehr viel Spaß.
„Thrash Till you Die“ sagt ja eigentlich schon fast alles aus. Dennoch sei hier erwähnt es geht sehr roh und ungeschliffen zu. Bestes Kraftfutter das sehr an die Glanztaten alter Thrash Metal Götter aus dem Amiland erinnert. Donnernde Rhythmik die zum Abgehen und Moshen aufruft.
Der Nachfolger „M.I.S.F.I.T.“ steht seinem Vorgänger in nichts nach, hier wird uns aber weit mehr Groove kredenzt und auch das Tempo wird gemächlicher zum Einsatz gebracht. Superbe rollende Ablösung nach dem kantigen – speedigen Vorgänger. Somit kann man sich hier etwas ausrasten und mehr Abshaken.
„War Mentality“ startet mit einem melancholischen Soundspiel das vor allem vom Tieftöner erst einmal dominiert wird. Nach gut einer Minute bittet man uns aber wieder zum Thrash Inferno und das liefert man uns mit einem dermaßen geilen Tempo das man richtig aufgewühlt. Die Burschen wissen wirklich wie man traditionelle Musik mit kleinen modernen Elementen verbindet. Vor allem bei diesem Track liebäugelt man mit moderneren Einflüssen. Dadurch wird es auch viel melodischer und irgendwie erinnert mich das schlussendlich an BFMV oder auch Trivium, dennoch deutlich traditioneller. Wirklich coole Fusion das muss schon erwähnt werden.
Wendung von 180 Grad zurück ins traditionelle Gewässer wird nun mit „Hypocrisy“ durchgeführt. Peitschende Rhythmik die uns hier bestens unterhält und streckenweise sehr Slayer lastig dröhnt. Dabei entpuppt sich der Song immer mehr als Nackenbrecher.
Auch „Pray on the Weak“ ist wieder wesentlich old schooliger ausgefallen. Mit viel Tempo galoppiert man sich hier durchs Geschehen und stoppt an und ab kräftiger ab. Wer nicht eine gut trainierte Nackenmuskulatur hat, dem wird wohl die Rübe schlussendlich hier abfallen. Denn erneut wird hier was zum Bangen geboten und das mit viel Aufsehen.
Den finalen Todesstoß setzt man nun mit „Annihilation“ an. Zu guter Letzt holt man hier zum alles umfassenden Rundumschlag aus. Treibende Riffs dominieren noch einmal das Geschehen und die Truppe brettert sich gehörig einen Arsch ab. Gute gelungen Mischung aus thrashigen, groovenden und speedigen Parts.
Fazit: Freunde des Thrash Metal aus den 80ern müssen das Teil unbedingt haben, doch auch jüngeren Fans wird man gefallen, was an dem sehr guten Händchen liegt wie man altgediente und moderne Thrash Elemente verbindet.
01 Hit & Run
02 XIII
03 All Systems Fail
04 Swallowed by Hell
05 Thrash Till you Die
06 M.I.S.F.I.T.
07 War Mentality
08 Hypocrisy
09 Pray on the Weak
10 Annihilation
MySpace
www.myspace.com/greatawakeningfl
Line Up
Ryan Kenyan (voc & guit)
Nick Butera (drums)
Vinnie Butera (guit)
Brandon Butera (bass)
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