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Hell Over Vellach Warm Up Party feat. Veritas Mentis, Aitvaras & Prognosticon Live Bericht

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Hell Over Vellach Warm Up Party feat. Veritas Mentis, Aitvaras & Prognosticon
30.05.09 Bergwerk Millstatt


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Millstatt kennt meine Persönlichkeit leider nur vom Durchzugsverkehr, sprich vom durchfahren. Einen längeren Halt hatte ich bis dato an dem Örtchen am Millstättersee noch nie eingelegt. Deshalb war ich recht gespannt als uns der KV Hell Over Vellach zur dritten Warm Up Party lud. Dass Event wurde in den ehrwürdigen Räumlichkeiten des Bergwerk abgehalten. Ein weiterer Grund recht gespannt zu sein, denn schon viel hatte ich von dieser Location gehört, doch es bis zu diesem Tag ebenfalls nicht dorthin geschafft. Somit galt mein erstes Interesse dem Bergwerk selbst und das erkundete der Vertreter des Metal Underground genauer. Gemütliche Bude die man hier für die Rock und Metal Welt geschaffen hat und auch einige namhaftere Acts haben in der Vergangenheit schon dort gespielt. Preise sind erste Sahne, da lässt es sich natürlich länger aushalten. Recht erstaunt war ich auch das sich eine ordentliche Anzahl an schwarz gewandeten dort eingefunden haben, da konnte ja einer guten Stimmung ja nichts im Wege stehen.




Die aus der Umgebung stammenden Jungspunde von Prognosticon machten den Anfang. Bis dato waren mir die Jungs völlig unbekannt und so war ich recht gespannt was sie uns bieten würden. Mit ihrem Material das ständig zwischen Black und Death Metal hin und her tingelt hatte man bei mir bereits eine Tür aufgestoßen, auch die gezeigte Leistung die uns offeriert wurde war nicht von schlechten Eltern. Jedoch war die Betriebstemperatur sehr kühl im Bergwerk und das konnte man leider auch nicht vom Start weg ändern. Viele Fans beäugten eher den Auftritt von Martin Eder (voc), Andrei Kolesnikov (guit), Michael Liensberger (guit) Florian Lukas (bass) und Alexander Gigler (drums) und somit war auch die Stimmung erstmal nicht sonderlich berauschend. Eigentlich schade, denn was uns gezeigt wurde konnte sich mehr als nur sehen und hören lassen. Viel Spielfreude und jungendlichen Charme versprühte der Mob auf der Bühne und dieser ackerte brav und solide, sodass es vom spieltechnischen her nichts zu meckern gab. Fronter Martin wollte aber den Spies umdrehen und der rockende Masseur forderte die Fans vor Ort an etwas mehr aus sich raus zu gehen. Doch mehr als nur etwas Jubel und einigen Höflichkeitsapplaus konnte man aber weiterhin nicht einheimsen. Da stellte sich mir schon die Frage, entweder man konnte mit der Band und ihrem Material nichts anfangen, oder war entweder noch Blau vom letzten Festival bzw. Tag. Die Truppe auf der Stage ließ sich aber nicht beirren und gab weiterhin alles um doch noch jemanden zum Bangen zu animieren. Im letzten drittel des Sets erbarmten sich dann doch einige und schüttelten ihre Haare zu den Rhythmen von Prognosticon. Sichtlich zufrieden von diesem etwas verhaltenen Zuspruch legte man noch einige Schippen an Kohle nach und mit dem Amon Amarth Cover, wen hat es gewundert „Pursuit of the Vikings" verabschiedeten sich die Jungs vom Metal Volk. Gute Leistung, die man aber noch bis zum Festival verbessern sollte. Einziges Manko die streckenweise kindischen Ansagen zwecks Kirche und so weiter. Interessiert heute nur mehr Evil posende Teenies und denke auf diese Stufe will man sich nicht stellen.



Nun war es Zeit für etwas Schwarzwurzelmetall und selbiger wurde uns nach dem ersten Part der Verlosung von den Osttirolern Aitvaras ohne Kompromisse durch die PA gejagt. Normalerweise ist ja Black Metal nicht sonderlich meine Stilrichtung die ich begehre, doch was nun durch die Boxen schallte war recht annehmlich anzuhören. Viele Nackenfräsende Rhythmen des Schwarzmetalls animierte auch einige Fans vor der Bühne ihre Köpfe zu den Klängen kreisen zu lassen und somit konnte man, was die Fanbase betraf einen drauf setzen. Der spartanische Black Metal der von Andreas Kaucic (voc), Eugen Klammsteiner (drums), Patrick Reiter (bass), Hannes Moser (guit) und Tom Pichler (guit) skandiert wurde tingelte immer zwischen äußerst professionell und jugendlich naiv hin und her. Man gab sich wirklich redlich Mühe dem Publikum zu gefallen und konnte natürlich einiges abernten. Verdient will ich mal sagen, denn die Eigenkompositionen sind wirklich guter Stoff für viele Düsterseelen, der mit einer brachialen Gewalt und jugendlichem Charme die Halle erbeben lies. Lediglich die Cover Versionen waren der totale Rohrkrepierer zumindest bei einigen verzog sich mein Gesicht, denn zu holprig waren z.B. die Versionen von Mayhem und Dissection, da machten die Eigenkompositionen weit mehr Spaß und waren auch deutlich besser anzuhören. Dennoch beim Publikum schienen sie, zumindest hatte es den Anschein, einen Stein im Brett zu haben und diese kleine Fanschar bangte sich die Nackenmuskulatur vor der Bühne ordentlich warm. Das Höllentor war zur frühen Stunde groß geöffnet und so hätte die Party mit Aitvaras weiter gehen können, jedoch Father Time hatte da noch ein Wort mitzureden und so musste man sich leider trollen um den Platz für den Hauptact des Abends frei zu machen. Auch diese Formation hatte einen guten Job erledigt, dennoch sollte man noch weiterhin arbeiten, zumindest an den Coverversionen die sehr dürftig anzuhören waren und diese schmälerten für meinen Teil etwas den guten Gesamteindruck.



Recht gespannt war ich auf die Herrschaften von Veritas Mentis. Seit ihrem Auftritt 2007 beim Summer Nights Festival habe ich nichts mehr von ihnen gehört. Mit neuem/alten Fronter bestieg man mit einem mächtig wirkenden Auftreten die Bühne. Diese Truppe spielt in einer ganz anderen Liga und man merkte gleich vom Start an, mit welcher Professionalität sie zocken. Myron der bis 1999 auch noch den Tieftöner beübte, hatte zurück gefunden und der Hüne brüllte sich ordentlich die Seele aus dem Leib. Beeindruckend mit welchem tighten Timing er dies machte. Auch der restliche Bandtross stand auf der kleinen Stage und skandierte das man zu dem feinsten gehört was aus unserem südlichen Bundesland kommt. Ihr Bruatl Death Metal fräste sich ordentlich in die Lauscher der Besucher und vor der Bühne drängelten sich einige um in den Genuss zu kommen und schüttelten dabei ordentlich die Birnen. Die Rhythmusfraktion hielt eine ordentliche Lehrstunde in Sachen tightem Spiel und das war der absolute Hammer. Der Frontmann hielt sich nicht mit langen Reden auf und so ackerte die Formation weiterhin mit souveränem Spiel und dieses war genau richtig für den Abschluss des Abends. Wie eine Massenvernichtungswaffe walzten und legten sie alles platt und niemand konnte sich dem in den Weg stellen. Bretternde Riffs jagte man dabei in Sekundentiming durch die PA und die Meute vor der Bühne nahm diese mit Freuden auf, auch meiner Wenigkeit zauberten die Burschen ein zufriedenes Grinsen ins Gesicht. Schön stumpf und dumpf in bester Knüppelmanier konnte es weiter gehen und auch die Fans verlangten nach mehr, was auch niemanden verwunderte, denn dieses Kaliber das dort auf den Brettern stand war bei bester Spiellaune und dies offerierte man auch ohne Vorbehalte. Somit bereitete man sich vor zum schlussendlichen Todesstoß anzusetzen und bereitwillig ließ sich die Meute vor der Bühne weiterhin die Birne mit messerscharfen, ultrabrutalen Rhythmen die Gehörgänge durchputzen zu lassen. Leider lies man mit dem Todesstoß nicht lange auf sich warten und kurz vor 00:30 Uhr knallten uns Veritas Mentis die letzte Granate vor den Latz und nach dieser Explosion war dann leider auch schon Schicht im Schacht. Eine Zugabe hätte meine Person betreffend gerne noch gesehen und auch viele Besucher konnten es kaum fassen dass nun Schluss sein sollte.

Dennoch ein netter Abend ging zu Ende und da freut man sich natürlich auf das nahende Hell Over Vellach Festival. Super Lokation mit einem satten Sound sorgte für ein tolles Event, lediglich die Lightshow könnte man vielleicht etwas verbessern. Dies war mit Sicherheit nicht mein letzter Besuch im Bergwerk soviel ist sicher. Meine Grüße gehen an die HOV Crew, Reini, Heimo und Reinhard mit ihren Helfern Chrys und Kassierlady (Sorry aber ich hab deinen Namen schon wieder vergessen), weiters grüße ich noch Günther und den Herrn aus der EX DDR und bedanke mich für den netten Smalltalk den wir hatten.

Konzertfotos

Für euch vor Ort war Robert

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