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Hellion Festival
feat. Equilibrium, Suidakra, Dark Fortress, Riger, Debauchery, Sycronomica,
Atargatis, Emergency Gate, Crystallion, Cold Rush und Bleeding Red
24.10.09 Backstage München
Das Helion Festival fand bereits zum zweiten Mal, wie auch letztes Jahr in München, statt. Am 24. Oktober 2009 konnten die Spätentschlossenen noch für 25Euro an der Abendkasse Tickets kaufen, oder aber wie die meisten Fans bereits im Vorverkauf des Festivals (ca. 20Euro) über das Internet bestellen. Die Crew des Helion Studios holte für das Programm Szenegrößen und Underground-Acts nach München. So konnten die ca. 1000 Fans die Bands Equilibrium, Suidakra, Dark Fortress, Riger, Debauchery, Sycronomica, Atargatis, Emergency Gate, Crystallion, Cold Rush und Bleeding Red live erleben. In diesem Jahr gab es beim Helion Festival Stoffbändchen mit gelungenem Design für die Sammler. Vor Ort verkaufte man offizielles Bandmerchandise, ebenso das offizielle Festival-Shirt für 13Euro. Man bot einer kleinen Auswahl von Händlern die Möglichkeit ihr Sortiment an Patches, Shirts, CDs, Vinyl und Allem was das Metal-Herz begehrt zu zeigen und natürlich zu verkaufen.
Einige Fans nahmen weite Strecken auf sich, wohl wegen dem gelungenen Line-Up dieses Jahr. Sie kamen aus der Schweiz, Österreich,…. Der Mix aus Epic, Pagan, Black, Melodic Death, Death, Modern, Gothic und Power Metal, sowie Electro Metal Goth. So die Genre-Bezeichnungen der einzelnen Bands laut Informationsseite der Website. Die Aufteilung des Festivals auf 2 Bühnen erwies sich als günstig, so konnte ein zügiger und reibungsloser Ablauf garantiert werden. Lobenswert, dass man sich entschied keine Überschneidungen der Auftritte zu machen, weshalb jeder Fan die Band oder Bands sehen konnte, die man sehen wollte. Ein Highlight für viele Besucher dürften die Autogrammstunden der Bands Equilibrium, Dark Fortress, Sycronomica und Debauchery gewesen sein. Diese wurden durchgeführt in Zusammenarbeit mit dem Team von Powermetal.de. Ein paar Mitglieder der Bands waren jedoch ebenso während des Festivals anzutreffen.
Den Start des Festivals machten Bleeding Red im Club und danach Atargatis im Werk. Zu Atargatis waren ein paar Metalheads gekommen, jedoch bot das Werk mehr Platz. Musikalisch einzuordnen in der Ecke von Leaves´ Eyes, Nightwish oder Within Temptation lieferte die Band einen souveränen Auftritt. Jedoch passte das äußere Erscheinungsbild nicht wirklich zu der Musik. Die Sängerin setzte sich mit ihrem Paillettenkleid in Szene, die übrigen Mitglieder wirkten schlicht im Hintergrund. Nach ca. 30 Minuten endete der Auftritt und es ging weiter mit Cold Rush im Club. Bei den Black Metal-Urgesteinen aus Landshut, Dark Fortress, zeigte sich, dass das Werk keineswegs zu groß oder zu klein, sondern genau richtig ist. Sie lieferten alte und neue Klassiker, wie Poltergeist, Catawomb, Baphomet, etc., mit gewohnt guter Show. Obwohl viele dem alten Sänger nachtrauern, muss jeder Kritiker zugeben, dass sein Nachfolger 2009 perfekte Arbeit leistet und keinen Ersatz sondern viel mehr eine Erweiterung in der Band darstellt. Im Anschluss spielten Crystallion im Club. Weiter ging es im Werk dann mit der sehr gut besuchten Show von Suidakra. Deren Auftritt war geprägt von guter Laune, Spielfreude und einer Wall Of Death, oder besser gesagt einer Wall Of Melodic Death? Im Club waren gegen 19:15Uhr Emergency Gate. Gegen 20 Uhr hieß es dann Licht aus, Blut an, Debauchery! Die Band wird ihre Liveaktivität in den kommenden Jahren sehr einschränken, weshalb viele Fans vor Ort noch einmal die rockige Death Metal Band bewundern wollten.
Die Setlist war gespickt mit Leckerbissen:
1. There Is Only War
2. Primordial Annihilator
3. Back In Blood
4. Metal On Metal
5. Killing Ground
6. Lords Of Battle (ursprünglich nicht auf der Setlist)
7. Blood For The Blood God
8. Blood God Rising
Und einer Milchschnitte. Zur Aufheiterung vieler Besucher, warf ein Fan dem Sänger, vor dem Song Killing Ground, eine Kinder-Milchschnitte auf die Bühne. Wie er selbst daraufhin sagte, tut so eine Stärkung gut. Death Metal is(s)t Milchschnitte. Begonnen hatte die Band mit There Is Only War und Primordial Annihilatior vom neuesten Werk Rockers And War, dazwischen die Ansage der Band: „Wir sind Debauchery und wir spielen Death Metal" in Anlehnung an Motörhead? Nach den beiden Songs wünschten sich einige Death Metal Maniacs den Klassiker Kill Maim Burn, leider vergeblich. Es folgte Back In Blood vom selbigen Album. Perfekt für die aufgebaute Stimmung wurde der Kracher Metal On Metal von der Continue To Kill gespielt. Nach einem weiteren Song, Killing Ground, vom aktuellen Longplayer, gab es für all die Fans die Hymne Lords Of Battle von der Back In Blood. Die Zugabe, wenn man so will, bildete Blood For The Blood God, sehnsüchtig vom Publikum gewünscht und mehrstimmig im Chor gesungen, und Blood God Rising als ein würdiger Abschluss. Ob Fan oder nicht, Debauchery lieferten einen grandiosen Auftritt und boten den Schauplatz für eine große Wall Of Death. Einen Fehler der Veranstalter merkten die Fans spätestens bei Riger. Diese mussten im Club spielen, welcher sich als zu klein für diese Szenehelden erwies. Geboten wurde dennoch eine sprichwörtlich heiße Show, gute Stimmung, Gedränge, Schweiß und Luftmangel. So kam einem der sehr kurze Auftritt doch länger als er eigentlich war vor. Letzte Band im Werk war die Szenegröße Equilibrium. Die Ehre vor der Aftershowparty aufzutreten bekamen Sycronomica, die den verbliebenen Fans eine gute, persönlich wirkende Show lieferten. Leider begann die Band mit ein wenig Verzögerung ihren Auftritt. Gespielt wurden die Songs:
1. Kaleidoscope
2. Realm Of Dust…
3. Für Die Ewigkeit
4. Rivers End
5. Nebelgestalt
6. The Call
7. Paths…
Für Sycronomica stellte das Hellion zugleich die Veröffentlichungsfeier des aktuellen Albums Sycroscope dar. Der Auftritt verlief bis auf einen störenden Fan, der an der Anlage des Gitarristen spielte und somit das Gitarrenspiel manipulierte, reibungslos. Partystimmung pur und wohl der gelungene Start für die Band mit vielen weiteren Fans dank des neuen Werkes. Glückwunsch und Dank für dieses Festival an die Veranstalter des Festivals und die Bands.
Für euch vor Ort war Michael Kasuba
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