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Massacre on the Dancefloor - Electric Lights at Neon Nights

Cd Bericht



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Band: Massacre on the Dancefloor
Titel: Electric Lights at Neon Nights
Label: Eigenproduktion

Die Jungs von MOTD und ihr interessantes Material haben wir euch vor gut einem Jahr schon einmal vorgestellt. Die Zwischenzeit haben sich Dominik (voc), Roland (Synth), Dominic (bass) und Mr. Laptop (drums) ins Studio verkrochen und als Endprodukt haben sie „Electric Lights at Neon Nights“ in trockene Tücher geholt. So zur Aufmachung zuerst, beeindruckend was die Jungs hier zusammengebracht haben, mit Hard Cover sieht das sehr professionell aus. Auch die Produktion der einzelnen Songs, welche im Studio 66 aufgenommen wurden, kann sich hören lassen. Die Burschen beschreiten, wie bei der Rezension ihrer Demo Ep erwähnt eigene Pfade. Auch diese Mal sind sie ein neuer Stern am Metal Firmament, der aber wirklich nur für all jene sind, die mit modernem Metal was anfangen können.

Im sehr tanzbaren Technosound startet man mit
„Intro/Let's get this Party Started“, wer wie erwähnt diese Vibes nicht verschmäht hat auch hier sein auslangen. Core Shouts mit wutentbranntem Gefühl paktieren sehr gut mit den elektronischen Beats. Doch auch klare und fröhliche Chorlastige Gesängen kommen zum Einsatz und erlöffnen sehr nett das Album.

Etwas zackiger geht es mit
„Bitch“ weiter. Macht man hier etwa eine Abrechnung mit einer Verflossenen? Zumindest klingt es so viel aufgestaute Wut und Hass lässt man hier freien Lauf. Weiterhin greift man auf das Erfolgsrezept Techno Beats treffen auf Core Shouts und vor allem der Synthyeinsatz ist hier sehr vielschichtig ausgefallen.

Weiter geht der Reigen mit
„Skylesson“, welches um einen Tick flotter rüber kommt. Dementsprechend steigert man auch die Beats und somit steuert die Truppe sehr speedige Wege an. Zwar besinnt man sich an und ab und bremst sich ein wenig lieblicher ein, doch schon geht es wieder wild von dannen. Man bemerkt fast kaum dass kein Gitarreneinsatz vorkommt und dennoch vermisst man ihn bei solchen Track schon.

Sehr besonnen und deutlich verhaltener wird es bei
„Don't let us down“. Sehr romantische Klänge werden hier von einem besonnenen, klaren Gesang begleitet. Somit kommen die Genießer an dieser Stelle zum Zuge und werden durch sehr verträumte Soundeinlagen verwöhnt. Diese kann man getrost in ruhiger Lage genießen so viel ist klar.

Nahtlos knüpft man hier mit
„This is another love song too“ an. Dem Titel entsprechend werkt man erst einmal besonnener. Umso mehr wundert es dann schon dass man wieder viel Wut reinpackt. Also ein komplett anderer Liebessong also, eher mehr für eine verzweifelte oder verschmähte Liebe? Tja wenn man sich das Stück mehrmals anhört kommt genau diese Gefühl Sound mäßig rüber. An und ab lässt man etwas Wut in Form von Shouts aufkommen, diese bekommen aber nicht komplett Oberwasser und werden wieder zu recht gewiesen und erneut kommt dieses Wechselspiel zum Einsatz.

Das elektronische Beat Inferno
„Dum'n base in autumn part 1“ ist dermaßen aufwühlend das man kaum ruhig sitzen kann. Für eine Modern Metal Party als wilde Unterbrechung bestens geeignet.

Mit
„The beer in your hand is just a reason to drink fast an get a new one“ hat man einen Song geschrieben der einen sehr langen Titel hat. Auch der experimentelle Sound ist sehr facettenreich zum Einsatz gebracht worden. Bevor man aber zu stark in die Techno Ecke rückt bietet die Truppe den gewissen Einsatz von anderen Einflüssen. Auch hier heißt es Abtanzen zu wütenden und speedigen Beats.

„New22“ macht dort weiter wo uns der Vorgänger zurück gelassen hat. Sehr raue Soundvibes werden hier ins Gefecht geschickt, welche von einem infernalen Gebrüll untermalt bzw. begleitet werden.

Die komplette Schizzosoundthematik ballert man mit dem
„Bowser“, welches mit einigen Nintendo Sound Fragmenten untermalt wurde. Wilde Soundattacke, beider man vom Hörer viel verlangt.

Etwas Gothic meets Techno bietet man mit
„Oh Shit“. Ein sehr farbenbunter Track, der auf eine weite Klangreise zwischen Hass, dunkler Romantik und lieblichen Klängen entführt. Auch das gewisse Maß an Melancholie kommt an und ab zum Vorschein und komplettiert so den Song.

Etwas fröhlicher präsentiert man uns nun
„Good Morning“ welches sehr galoppierend durch die Boxen schallt, bevor man den endgültigen Schritt in Richtung Techno wagt, knallt man uns wütende Core Shouts und besänftigende Gothic Gesänge um die Ohren. Diese vermischen sich recht gut mit den elektronischen Arrangements zu einem gut klingenden Brei. Vor allem der Gesang im klaren Bereich erinnert an alte Vertreter der Gothic Szene Mitte der Achtziger.

Sehr bedrohlich und schwummrig startet man
„Playing Games“ doch gleich durchbricht man den Nebel und werkt weites gehend in klareren Gewässern. Auch das Tempo passt man diesem Gefühl an und streckenweise lösen sich wütende Gemütsausbrüche mit besänftigenden Klängen ab.

Weiter geht der Reigen mit
„Supermodel Suicide“ welches viele Eckpfeiler zum Vorgänger aufweist. Dennoch handelt es sich hier weit mehr um einen wütenderen Gemütsausbruch und auch der Grundsound kommt sehr roh und ungeschliffen rüber.

Rech lustig dröhnt und nun im wilden, fetzenden Beat
„Drum'n base in autumns part 2“ durch die Boxen und ist ebenfalls wie der erste Part eine Soundattacke die enorm aufwühlt.

Mein persönlicher Favorit auf dem Album ist
„Hypocrisy is all it needs to let evil rise“. Sicher kommen hier fast schon reinrassige Techno Beats zum Einsatz, doch diese erweitert man mit viel Gebrüll und Gothic ähnlichen Klängen. Somit für Dunkelgestalten bestens zum Abtanzen geschaffen.

Den Kreis schließt man mit dem klar ausgerichteten
„The ONE“ welches mich einmal mehr an alte Glanztaten der Gothic Szene Mitte der Achtziger erinnern. Dennoch bewahrt man moderne Beats und Vibes sehr gut und vermischt diese mit dem alten Soundgefühl aus der Frühphase des Gothic.

Fazit: Einmal mehr ist es sehr schwierig hier jemanden in eine Schublade zu geben. Die Burschen wagen den breiten Spagat zwischen Techno Beats, Core und Gothic. Einzig und alleine was mir persönlich fehlt ist der Gitarreneinsatz. Dieser würde das Material etwas vielschichtiger klingen lassen. Vielleicht denken die Jungs ja mal darüber nach. Die Scheiblette ist für Gothic Partys bestens geeignet und hier kann man zu den durchwegs knackigen Beats abgehen, so viel ist gewiss.

01 Intro/Let's get this Party Started
02 Bitch
03 Skylesson
04 Don't let us down
05 This is another love song too
06 Dum'n base in autumn part 1
07 The beer in your hand is just a reason to drink fast an get a new one
08 New22
09 Bowser
10 Oh Shit
11 Good Morning
12 Playing Games
13 Supermodel Suicide
14 Drum'n base in autumns part 2
15 Hypocrisy is all it needs to let evil rise
16 The ONE

MySpace

www.myspace.com/massacreonthedancefloor

Line Up


Dominik (voc)
Roland (Synth)
Dominic (bass)
Mr. Laptop (drums)

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