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Masters of Rock Festival Bericht

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Masters of Rock
09.07.09 - 12.07.09
Vizovice Tschechien


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Donnerstag 09.07.09

In ExtremoNachdem wir uns am Donnerstag mit der Anfahrt nicht sonderlich beeilt hatten, kamen wir gerade rechtzeitig zu In Extremo aufs Festivalgelände. Neben dem uns treffenden Kulturschock, waren wir auch sehr überrascht, wie voll das Gelände bereits war. Die Deutschen heizten dem - über alle Tage nicht sonderlich textsicheren - Publikum mit Gassenhauern der Marke „Frei zu Sein", „Vollmond" oder „Ai Vis Lo Lop" ordentlich ein. Eine sehr solide einstündige Show inkl. Feuersäulen und Konfettiregen. Dennoch ist es seltsam, die Band mal ohne Mittelalter-Deko auf der Bühne stehen zu sehen.RagePünktlich um 21:00 Uhr stiegen die Mannen um „Pivo" Wagner auf die Bühne und eine Headliner würdige Show zu bestreiten. Rage feiern nämlich ihr 25jähriges Bandjubiläum und dazu hat man sich auch ein paar illustre Gäste wie Schmier von Destruction und Grave Digger Gitarrist Manni Schmidt eingeladen. Die Setlist erstreckt sich über die gesamte Bandgeschichte: „Carved in Stone", „Higher than the Sky", „Don't Fear the Winter", ja sogar „Prayers of Steel" von der Rage-Vorgänger-Band Avenger wird angestimmt. Also Rausschmeißer gab es noch „Soundchaser". Licht, Ton, Pyros, und natürlich Victor Smolki - alles vom Feinsten. Eine Klasse Show.NightwishAlvin und die Chipmunks Covern Nightwish. Nachdem ich mich nach wie vor nicht mit dem Gesang Annette Olzon anfreunden kann, bleibt mir nichts anderes als übrig, als zuzugeben, dass sie zwar besser singt als vor eineinhalb Jahren in Salzburg, aber Nightwish meiner Meinung nach dennoch mit Tarja Turunen ihr Aushängeschild und ihre „Unique selling proposition" verloren haben. Die Setlist war so ziemlich wie immer: „Seven Days to the Wolves", "Dead to the World", „Amaranth"„The Poet and the Pendulum", "Nemo" und „Dark Chest of Wonders" als absoluter Tiefpunkt.
(anm. Tom Hab ich übrigens schon erwähnt, dass ich die aktuelle Sängerin nicht besonders toll finde?) (Ja Tom und das nicht nur einmal die Redakt.)Naja, das Tarja bei Nightwish nicht mehr dabei ist weiß eigentlich schon fast jeder und es wird schön langsam lächerlich, immer nur der Diva nachzuweinen. Für meinen Teil haben Nightwish eine grundsolide Performance abgelegt und stimmlich war Annette wieder ziemlich gut. Witzig ist ja nur das jeder über „Die NEUE SÄNGERIN" ablästert und sich mehr um Äußerlichkeiten wie Outfit etc. kümmert. Hoffe das sich Nightwish von diversen Hetzkampagnen gegen ihre Sängerin nicht unterkriegen lassen, man hat ja gesehen was bei Judas Priest passiert ist und ich bin immer noch der Meinung das der Ripper der bessere Sänger war- Also Fazit Geile Show.Shaman (mit Orchester)Nach dem Headliner kam noch Shaman aus Brasilien inkl. einem klassischem Orchester aus der Türkei auf die Bühne. Ich weiß nicht inwiefern es sinnvoll ist diesen Aufwand noch um ein Uhr in der Nacht zu betreiben. Leider verzögerte sich alles aufgrund des Orchesters noch um gut 45 Minuten. Die Show war dann nicht schlecht, obwohl die Band um Sänger Thiago Bianchi das Orchester zeitweise schon sehr übertönte. Die Jungs wären zu einem früheren Zeitpunkt sicher viel besser zur Geltung gekommen. Lustig war ja der Dirigent des Orchesters, der sich bewegte als hätte er Ameisen im Arsch-

Freitag 10.07.09

So lieber Tom, dass du kein großer Nightwish Fan bist, wissen wir jetzt alle und somit übernehme heute ich das Kommando und werde einen allumfassenden Festivalbericht abliefern. Neue Trends wie das Fingerbanging wurden kreiert und das war wirklich das Witzigste, was mir in den letzen Jahren untergekommen ist- davon aber ein wenig später.Keep of KalessinGerade als wir mit der Abordnung vom Stormbringer Webzine am Festivalgelände ankamen, heizten die Jungs aus Norwegen mit ihren melodisch angehauchten Blackmetal Blastbeatsongs den Fans schon gehörig ein. Wie beim ganzen Festival, war die Stimmung schon sehr gut, die sich aber im Laufe des Tages noch deutlich steigerte. Klasse Truppe und mein Lieblingssong ,der Titeltrack ihrer aktuellen Scheibe Kolossus der durfte natürlich auch nicht fehlen.Death AngelWas habe ich mich auf die Jungs gefreut. Dass Death Angel eine grandiose Liveband sind, wissen heutzutage fast Alle. Schon beim Opener „Seemingly Endless Time" brannte es lichterloh. Ein Bombensound und eine mit Klassikern gespickte Setlist waren die Folge. Dass zwei Neuzugänge (Sammy Diosdado am Bass und Will Caroll an den Drums) dabei waren merkte man bei dieser Show überhaupt nicht. Normalerweise müssen sich neue Mitglieder immer ein wenig anpassen, aber die zwei präsentierten sich als ausgezeichnete und sehr routinierte Musiker. Songs wie „Voracious Souls" oder „Kill as One" sind Granaten erster Klasse und wurden sensationell dargeboten. In dieser Verfassung sind sie kaum zu schlagen und hier stimme ich meinen Kollegen zu, dass Death Angel einer der absoluten Highlights des diesjährigen MOR war. Großes Kino KataklysmDie Holzfäller fallen über Vizovice wie eine Überdimensionale Abrissbirne ein. Maurizio und der Rest des verwegenen Haufen bereiteten den Fans vor der Bühne eine einstündige Lehrstunde in Sachen Todesblei.Mit solch genialen Krachern wie „Shadows & Dust", als auch „Prevail" kann man ja auch nicht viel falsch machen. Welchen Status die Band mittlerweile schon inne hat, sah man am Ende des Sets, als sich die Band verabschiedete und der Drummer einen Drumstick in die Meute warf. 3 verwegene Fans prügelten sich fast 10 Minuten um dieses begehrte Objekt zu ergattern. Sachen gibt's!KorpiklaaniDie trinkfesten Finnen sind nicht sonderlich mein Ding. Die Mischung aus Metal und Musikantenstadl solle man über sich ergehen lassen, wenn man 3 Promille hat. Live kommen Song wie „Vodka" etc. gar nicht mal so schlecht und man muss ihnen bescheinigen, dass diese Musik schon einen gewiesen Flair versprüht. Im Vorhinein wollte ich schon vorschlagen, das die Finnen beim nächsten Grand Prix der Volksmusik mit den Strumpfhosenhelden die gerade einen Song in circa 15 verschiedenen Sprachen aufgenommen haben auftreten sollen - Nun ja jetzt gehöre ich auch zu den Fans der von der Musik von Korpiklaani verzaubert wurde. Müssen halt die oben genannten Helden alleine am, ich würde mal vorschlagen „Vatertag" auftreten. Jungs, wer ist den da gemeint- HEHEHE.DragonforceBei Dragonforce gibt es nur zwei Varianten. Entweder vergöttert man die Jungs, oder man stempelt sie als lächerlich ab und macht einen großen Bogen um sie. Ich kann mich noch an das Wacken Open Air 2000 erinnern. Ein junger Musiker Namens Herman Li verteilte damals an die Pressevertreter das Demo seiner Band mit den Namen Dragonheart. Mich haute dieses Demo damals fast aus den Latschen und bei Erstmaligen Genuss dieser Scheibe blieb mir fast das Bier im Halse stecken. Ja, nun heißt die Band Dragonforce und was aus den Jungs geworden ist, brauche ich nicht näher erläutern. Für meinen Geschmack klingen die Songs im Jahre 2009 zu ähnlich, darum geht die Abwechslung ein wenig flöten. Der Keyboarder sollte noch an seinem Styling arbeiten, sein knallig gelbes Outfit grenzte schon fast an Körperverletzung. Als ihm noch die Hose im Schritt platze und sein…
(Ach lassen wir das) auf der Leinwand zu sehen war, hatte er das Gelächter auf seiner Seite. Das war aber das einige Manko einer sonst sehr guten Performance. Wie gesagt eine Ballade würde das Set ein wenig auflockern, aber Tracks wie „Valley of the Damned", „Heroes Of Our Time", „Operation Ground And Pound" oder der Track „Through The Fire And The Flames" vom Computerspiel Guitar Heroes, an dem sich schon viele erfolglos die Finger zerbeult haben waren schon sehr geil.EdguyIm Hotel lief mir die gesamte Edguy Meute über den Weg. Ich erzählte den Jungs, dass bei meinem ersten Konzert der Fulderanern 4 Leute vor der Bühne standen und sie anfeuerten. Das war als Supportband von Eternity X 1998 in München. Nun ja und jetzt stehen sie als Headliner auf dem Master of Rock Bühne. Um im Vorhinein kein Missverständnis aufkommen zu lassen, standen sie da zu recht.Am gesamten Wochenende schaffte es keiner mehr die bei Edguy herrschende Stimmung zu toppen. Schon während des Openers „Dead or Rock" oder den Nachfolger „Speedhoven" war die Stimmung am Siedepunkt. Edguy sind mittlerweile eine eingespielte Einheit und haben mit Tobias Sammet einen erstklassigen Frontmann in ihren Reihen. Natürlich kam auch die neue Single „Ministry Of Saints" zum Zuge. Und was Drummer Felix Bohnke musikalisch drauf hat, bewies er beim Drum solo mit Fluch der Karibik Soundtrack Untermalung- Sehr gut.Nach „King of Fools" war endgültig Schluss und mein Fazit kann nur so lauten. Als Edguy beim Bang your Head Festival 2007 als Headliner gebucht wurden, konnte ich es kaum fassen, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass die sympathischen Deutschen dieser Aufgabe gewachsen sind. Am heutigen Tag muss ich sagen, dass dieser Schritt genau richtig war und dass wir hier eine der besten Bands aus unserem Nachbarland gesehen haben. Super und danke für dieses ausgezeichnete Konzert, jedoch wurde heute noch etwas Neues erfunden. Das Fingerbanging. Neben mir standen zwei sichtlich eingerauchte oder vom Schnapskonsum benebelnde Typen, die während der Show wie ausgestopft dastanden und wirklich nur die Finger kreisen ließen. Das muss man sich vorstellen, wenn man sich 90 Minuten nicht rühren kann. Absolut geile Vorstellung denn exakt nach dem letzten Ton, kippten die beiden um und schliefen ein. Na dann Prost!

Samstag 11.07.09

Legion of the DamnedWas soll man großartig zu der mittlerweile super eingespielten Truppe sagen. Sie waren zu Recht eine der herausragensten Erscheinungen im ersten Halbjahr 2009. Live sind sie natürlich ein Abräumkommando, welches nur verbrannte Erde hinterlässt. Die Setlist wurde gegenüber dem Full of Hate Festivals ein wenig verändert. Aber keine Sorge, Nackenbrecher der Sorte „Son of a Jackal" (Opener), „Slaughtering the Pigs", „Cult of the Dead", oder „Pray and Suffer" sorgten dennoch für angeknackste Halswirbeln.Klasse Konzert und wenn man bedenkt das Maurice, Erik, Richard und Harold eine vierzehnstündige Anreise in einen Kleinbus hinter sich hatten, dann war der Auftritt schon sehr gut. The SorrowDie Vorarlberger haben sich zu einer ziemlich geilen Truppe entwickelt. Bei diesem Auftritt gab es nichts zu meckern. Klasse Songs und bei der Wall of Death war auch einiges los. Daumen hoch für Österreichs derzeit besten Metalcore BandAxxisWenn jemand auf Gute-Laune-Musik steht, dann sollte man sich mit dieser Band beschäftigen. Gestern habe ich mir erst das neue und ziemlich grenzgeniale Werk „Utopia" angehört. Beim MOR legten Axxis mehr Augenmerk auf Songs der Scheibe „Doom of Destiny" mit Klassikern der Marke „Kingdom of the Night" und „Touch the Rainbow" aufgelockert. Sänger Bernhard Weiß war immer in Bewegung, animierte die Fans immer wieder und die gesamte Rhythmusfraktion spielte Arschcool. Ein lässiger Gig, nur an seinem Tschechisch sollte der Fronter noch ein wenig arbeiten, ich habe nix verstanden. Hahaha
(Zábavných pro naše Manfred anm. Redakt)Crucified BarbaraBei den Schwedinnen von Crucified Barbara wurde es vor der Bühne nicht ganz so voll wie bei Axxis zuvor. Der straighte Rock in bester Girlschool Tradition wurde vom Publikum dennoch gut angenommen. Vor allem bei Krachern wie „Play Me Hard" oder „My Heart is Black" vom Debütalbum sowie der Motörhead-Coverversion „Killed by Death" wurde ordentlich abgerockt.EvergreyDie letzte Scheibe hat mich nicht sonderlich vom Hocker gehauen. Live schaut es da um einiges besser aus. Evergrey präsentierten sich in einer Topverfassung und spielten einen Querschnitt ihres Schaffens. Seien wir uns mal ehrlich. Tracks wie „Blinded", „The Masterplan" und natürlich „A Touch of Blessing" sind erstklassige Songs, die live immer für Volksfeststimmung sorgen. Aufgelockert wurde das Ganze immer wieder durch die witzigen Ansagen von Frontmann Tom Englund, dem offensichtlich das tschechische Bier ein wenig zugesetzt hat. Sei es drum, von mir haben die A…löcher (O TON Herr Englund) aus Schweden für ihre klasse Darbietung eine große Anerkennung verdient.StratovariusAuf Stratovarius warteten alle schon sehr gespannt. Wie wird Stratovarius 2009 ohne Timo Tolkki sein? Um ehrlich zu sein, es fällt gar nicht auf, dass er nicht mehr dabei ist. Der neue Gitarrist Matias Kupiainen macht seinen Job hervorragend und auch die Spielfreude, welche bereits das neue Album Polaris versprüht, konnte man sehr gut auf die Bühne transportieren. Die Setlist tat ihr übriges.Eröffnet wurde mit „Hunting High and Low", „Speed of Light" und „Kiss of Judas". Weiter ging es mit der neuen Single „Deep Unknown" und der Ballade „Winter Skies". Das wenig gespielte „Visions" empfand ich eher als einen kleinen Durchhänger der Show - andere mögen mir da vielleicht widersprechen. Aus der Klassiker-Abteilung folgten dann noch „Will the Sun Rise" und „A Million Lightyears Away" und zum Abschluss das obligatorische „Black Diamonds". Alles in allem eine hervorragende Show, bei der einzig der Sound etwas zu wünschen übrig lies.Blind GuardianWar für manche wohl schon Stratovarius der Headliner des Tages, blieb es für mich doch Blind Guardian. Nachdem die letzten beiden Shows die ich gesehen habe wirklich unterirdisch waren, stand ich eigentlich ohne große Erwartungen vor der Bühne. Ich wurde aber dennoch positiv überrascht. Sound gut, Hansi Kürsch sehr gut bei Stimme und vor allem kein „And Then There was Silence" in der Setlist. Stattdessen gab es nach dem Standard-Intro vom „Nightfall…"-Album „Time Stands Still" und „Another Holy War". An Klassikern vorgeführt wurden „Traveller in Time", „Welcome to Dying", „Quest for Tanelorn" und „Lord of the Rings". Auch an Songs neueren Datums wurde (leider) nicht gespart, als da wären „Fly", „This will never end", „Turn The Page", sowie der Song „Sacred" vom Computerspiel Sacred. Kritik muss ich an dieser Stelle aber auch loswerden, und zwar am tschechischen Publikum. Noch nie habe ich es erlebt, dass „Valhalla" und vor allem „The Bard's Song" so was von überhaupt nicht mitgesungen wurden. Shame on you! (milují našeho Manfred zeptat ne pvážné pro nto byl pouze rozhoaž prok, prosím praxi die Redakt. :-) )

Sonntag 12.07.09

SchandmaulNach drei Tagen Festival schon etwas geschlaucht kam ich gerade zu Schandmaul auf dem Gelände an. Anders als die Genre-Kollegen von In Extremo lockten die Süddeutschen nicht so viel Publikum vor die Bühne. Dies schiebe ich aber eher auf den nicht so hohen Bekanntheitsgrad der Band in Tschechien als auf die Song-Qualität. Wurde doch ein Potpourri an Songs dargeboten, das kaum wünsche offen ließ. „Vogelfrei", „Der Wolfsmensch", „Krieger", „Kein Weg zu weit" brachten gute Laune in den Nachmittag. Als überraschende Zugabe wurde auch noch „Walpurgisnacht" gespielt.Heaven Shall BurnDiese Band hatte ich überhaupt nicht auf meiner Rechnung, aber gleich nach dem Intro und dem ersten Song „Endzeit" brach ein Inferno über das sprachlose Publikum ein. Mit rasiermesserscharfen Riffs hämmerten die Thüringer einen Hit nach dem anderen in die Meute. Bei „Voice of the Voiceless" rastete das Publikum komplett aus und die Wall of Death kam wieder voll zur Geltung.Ein Wahnsinnsauftritt und das sagt einer der eher auf traditionellen Power Metal steht. Aber witzig diese Art von Musik knallt live einfach viel besser rein als auf Konserve und diesmal war nicht der Schnaps schuld.VoivodAlso ganz mein Ding waren die Kanadier noch nie und werden es auch nie werden. Vielleicht liegt es ja daran das ich mich mit dem komplexen Songs noch nie so richtig beschäftigt habe. Aber egal die Songs wie „Tribal Convictions", oder das Pink Floyd Cover „Astronomy Domine" die ich kannte waren nicht schlecht- Vielleicht lag es ja auch daran das sich nach 4 Tagen Festival bei mir ein wenig Abnutzungserscheinungen breit gemacht haben. Es würde mich interessieren wie der Gig gewesen wäre wenn EX Metallica Basser Jason Newsted dabei gewesen wäre - mal sehen.Arch EnemyNach langer Zeit hatte ich endlich die Chance Arch Enemy und vor allem Angela Gossow live zu sehen. Ich kann nur sagen, dass die Spielzeit viel zu kurz war. Das die kongenialen Ammott Brüder musikalisch top sind braucht man wohl niemanden zu sagen. Dargeboten wurde ein Best Of Set mit Hits wie: „We will Rise", „Revolution Begins" oder „My Apocalypse". Das witzigste an diesem Festival passierte beim Gig von Arch Enemy und das möchte ich euch nicht vorenthalten. Beim Start der Band war ich in den Fotogaben und hatte die Erlaubnis wie jeder Fotograf die ersten 3 Nummern abzulichten. Plötzlich rannte während des ersten Songs ein Roadie wild gestikulierend auf die Bühne und wollte einen Mann im Graben klarmachen, er solle sofort die Kamera ausmachen, weil Filmen nicht erlaubt ist. Nur leider war eben dieser Kameramann dafür zuständig ordentliche Bilder auf die Videowalls auf dem gesamten Festivalgelände zu übertragen. Somit blieben die Videowalls auf dem Festivalareal plötzlich schwarz, bis dieser Irrtum aufgeklärt war. Sachen gibt's.EuropeFür mich als Melodic Freak waren Europe der würdige Abschluss eines Festivals das es so relaxt in Deutschland oder auch in Österreich nie geben würde. Als Europe die Bühne betraten waren fast alle Schreiberlinge der einschlägigen Magazine anwesend. Alle waren sehr gespannt und es ging auch gleich mit „Last Look at Eden" recht rockig los. Die Fans konnten zwar mit dem Opener wenig anfangen, weil dieser zu dem Zeitpunkt erst ein paar Wochen auf dem Markt war. Überhaupt spielten die Schweden sehr viele neue Nummern, wodurch die Stimmung ein wenig abflaute. Erst als die obligatorischen Gassenhauer der Marke „Superstitious", oder die Megaballade „Carrie" gespielt wurden, flippte die Meute aus. Als Rausschmeißer kamen noch „Cherokee", „Rock the Night" und natürlich der ultimative Hit „Final Countdown" zum Zug. Die Herren Tempest, Norum, Michaeli, Leven und Haugland haben heute gezeigt dass sie es trotz Verlust ihrer 80iger Fönwellen noch immer super drauf haben. Ich freue mich schon auf die Headlinertour im Herbst mit Gotthard. Ein freundlicher Fan neben mir wollte mir dennoch erklären, dass der Superhit von Europe eine Coverversion einer Band war, die er vor kurzem gehört hat - In einem Bierzelt. ASOOO. der hat die Höchststrafe verdient die Musikantenstadl auf drei Jahre und ohne Bewährung bedeutet.

Fazit
Mein ganz persönlicher Dank geht an die charmante Martina Benesova, die uns einen Fotopass zur Verfügung gestellt hat und dadurch wurde es mir ermöglicht meine 80iger Helden von Europe persönlich zu treffen. Ein super Festival mit einem zwar nicht sonderlich textsicheren, dafür aber sehr enthusiastischen Publikum - wie zBw. bei „Edguy" - habe ich schon lange nicht mehr gesehen.Danke Tschechien, danke Vizovice wir kommen nächstes Jahr sicher wieder, hoffentlich ist da der komplett durchgeknallte Stringtangamann mit dem Bademantel wieder da, wenn es heißt Masters of Rock 2010.

Festival Fotos

Für euch vor Ort war Manfred Thanner

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