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Mastic Scum, Legacy, Distaste & Ancestory Live Bericht

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Mastic Scum, Legacy of Hate, Distaste & Ancestory
04.10.09 Alte Spinnerei Traun


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Freitagabend, Ende der Woche, Anfang des Wochenendes, was also tun, fortgehen ja, aber wohin? Da traf es sich gut, dass ein kleines aber feines Konzert auf der Agenda stand. 4 Österreichische Acts haben sich in der Spinnerei in Traun angesagt. Vor allem Mastic Scum reizten uns sehr, erinnerten wir uns noch gut an den tollen Auftritt beim letztjährigen Summer Night Festival zurück, wo sie als letzte Truppe auf der kleinen Bühne uns vor dem schlafen gehen noch einmal so richtig wach rüttelten. Erstmals hieß es sich aber noch etwas zu gedulden, denn bevor standen ja auch noch andere Combos auf der Bühne.



Los ging es pünktlich um 8 mit den Ennsern Ancestory, eine uns gänzlich unbekannte Formation. Diese lieferten soliden gut eingehenden Rock & traditionellen Metal. Mit dem Gesang hielt man sich eher zurück und wollte mehr mit dem Instrumentalteil trumpfen. So recht funken wollte es allerdings nicht beim Publikum, was auch daran liegen könnte das dies eher spärlich vorhanden war. Dennoch war man sehr bemüht und konnte sicherlich zeigen, dass man seine Werkzeuge gut bedienen kann. Dennoch hätten wir uns etwas mehr Animation gewünscht, etwas mehr Schwung und Anfeuerungsversuche, dann hätte man die müden Zuschauer sicherlich etwas aus der Reserve locken können. Auch die Aufmachung des Quartetts war recht interessant, 2 oldschoolige Langhaarmetaller meets 2 moderne Hardcorekappyträger würden wir mal dazu sagen. Seichte eher in ruhigeren Gefilden bewegende Mucke die ganz gut unterhält, das fällt uns spontan zu Ancestory ein, nicht mehr aber auch nicht weniger.



Danach standen auch schon Distaste auf der Matte, da ging es sogleich weitaus wüster zu als bei der ersten Truppe des Abends. Irgendwie dachten wir diese Herren schon mal wo gesehen zu haben, konnten uns aber nicht mehr so recht erinnern. Egal, jedenfalls bekamen wir nun eine ordentliche Portion Grindcoremetal serviert. Schnell, wirr, aber manchmal auch echt klasse Deathmetallastig ging man zu Werke. In einer ungewohnten Konstellation stand man heute auf der Bühne so der Shouter, ein neuer Felledrescher hockte da nämlich im Hintergrund. Witzig waren vor allem die total emotionslosen Ansagen des Fronters: „Danke" oder etwa: Bitte kein Nebel da kann man so schlecht atmen... Um danach wieder heftigst ins Micro zu schreien. Wie es sich für diese Musikrichtung gehört waren die meisten Songs recht kurz gehalten, kaum los geplärrt war auch schon wieder Schluss mit lustig. Dennoch machten diese Jungs ihren Job beachtlich, im Gegensatz zur ersten Band war nämlich hier auch viel Bewegung zu spüren, vor allem der Gitarrist wankte in einer Tour hin und her. Eine starke Performance also mit viel geknüpple, herumgekreische aber auch eingängigen Strukturen. So soll es sein, denn auch uns, obwohl keine Grind Fans, wusste man recht gut zu gefallen.



Die nächste Truppe im Bunde waren für uns hingegen schon längst keine Fremdlinge mehr. Die Oberösterreicher Legacy of Hate hatten wir überhaupt bei unserem ersten live gesehen Metal Konzert erlebt. Dennoch spalten sich hier die Gemüter, früher dem Todesmetal zugetan spielt man heute eher in der Core Liga. Uns egal, da wir ja mit beiden Musikrichtungen etwas anzufangen wissen. Diese geteilten Meinungen hat man sich an diesen Abend wohl aber etwas zu Herzen genommen, da man kurzerhand Ursänger Simon wieder für ein paar Songs auf die Bühne holte. Man hätte mit weniger Gästen gerechnet und freute sich deshalb über die Resonanz. Zuerst gab's gemütlichen Deathcore mit geilen Doublebaseeinlagen und tiefes Gegrölle des aktuellen Schreihalses Leo der irgendwie immer etwas neben der Spur zu sein scheint. Danach den 100 Grad Wechsel mit dem Gegrunze des Altfronters was einige im Publikum sehr gefreut hatte. Dieser kleine Nostalgieausflug war eine nette Abwechslung mit dem tollen Locomotive Breath Cover übergab er schlussendlich das Micro wieder. Dennoch finden wir im gesamten doch irgendwie den neuen Stil interessanter. Leo wirkt zwar etwas groggy, dennoch ist er ein klasse Fronter und scheint seine Mannen gut im Griff zu haben, welche ja sichtlich ihr Handwerk verstehen. Gemeinsam hat man einen guten zwar nicht neuen (was ist schon neu?) aber amtlichen Stil gefunden, das passte!



Am Tag des Konzertes hatten wir noch kurz auf die Spinnerei Homepage geschaut und dabei das Bild von Mastic Scum gesehen, doch irgendwas war uns fremd daran - denn diesen kurzhaarigen Mann darauf kannten wir - aber nicht bei Mastic Scum? Schnell auf die Bandwebsite geschaut und siehe da ein neuer Sänger wurde letzten Herbst ans Bord geholt, dabei handelt es sich um Markus Wenzel besser bekannt als Shouter von Inzest. Zu der Multikulti Austrian Truppe (Wiener & Salzburger) gesellte sich also auch noch ein Tiroler. Aha naja mehr als gespannt waren wir also wie sich das Ganze nun anhören wird. Die Stimmung war jedenfalls von Anfang an bestens, wenn auch der Sound noch nicht so optimal war. Den für Mustic Scum typischen Kickbass sowie die Stimme waren kaum zu hören. Gott sei Dank besserte sich das allerdings und wir fanden dennoch mehr und mehr gefallen daran. Ungewohnt war das nämlich anfangs schon mit dem neuen Mann hinterm Mikro den man einfach eindeutig von einer anderen Truppe her kennt. Der vermehrte Hardcoreeinschlag & das Herumgetolle war jedenfalls nicht zu leugnen. Demnächst schmeißt man ja auch eine neue CD auf den Markt wo wir schon mal eine Kostprobe zu hören bekamen. Schön langsam leerte sich die Halle, schade denn je länger man spielte umso besser wurden sie, man gewöhnte sich ans neue Bild, hörte tolle alte aber auch gut dazu passende neue Elemente heraus. Ein indirektes Cover von einer Tirolerband wie Markus so schön sagte durfte natürlich auch nicht fehlen, falls es jemand nicht kapiert haben sollte, dabei handelte es logischerweise um einen bekannten Track von Inzest ;-) Danach gab's aber auch noch 2 Scheiben vom „Mind" Silberling eher der Abend ausklang. Im Ganzen gesehen war es eine gute Show die die Mannen hier ablieferten, dennoch herrscht etwas Wehmut. Keine Frage Herr Wenzel beherrscht seinen Job und scheint sich gut in die Band eingefügt zu haben, dennoch wird eine Combo meist über den Shouter definiert und lässt sie ganz anders wirken wird dieser einmal ausgetauscht. Die Veränderung kann positiv als auch negativ sein siehe Legacy of Hate oder etwa Hatesphere. Bei Mastic Scum tun wir uns schwer, die Zukunft wird es weisen, so war es jedenfalls anders und der ehemalige Fronter Will wurde schon irgendwie vermisst.

Alles in allem war's ein gemütlicher Konzertabend, sehr positiv hervorzuheben ist die tolle Belichtung und die wohldosierte Dosis des Nebeleinsatzes. Zudem bekam jeder bei Eintritt in den Saal Ohropax in die Hand gedrückt - sehr lobenswert. Auch die Merchandise Preise waren mehr also OK - durchschnittlich 13 Euro für ein T-Shirt sowie der Bierpreis: Euro 2,80 für eine Halbe gibt's nur noch selten. Schade war nur das sich nicht mehr Zuschauer eingefunden hatten, an den Bands und Eintrittspreis konnte es jedenfalls nicht liegen. Die Acts schienen damit ja halbwegs zufrieden, nur die Bar bot dann doch ein eher trauriges Bild bei vielleicht 10 anwesenden Gästen...

Konzertfotos

Für euch vor Ort war Rosi im Schlepptau die Michi

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