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Mosfet und Reap Live Bericht

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Mosfet & Reap
04.12.09 Casino Rockbar St. Johann im Pongau


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Pünktlich vor dem Krampustag hatte sich ein Double Package in der Casino Rockbar angesagt, die dem besinnlichen Vorweihnachtlichen treiben fies den Mittelfinger zeigte. Eine sehr reichhaltig, metallhaltige Luft hatten die beiden oberösterreichischen Bands mitgebracht und da konnte einer ordentlichen Party zum Wochenausklang nichts im Wege stehen. Lediglich die Besucherzahlen spotteten ein wenig, obwohl bis zum Ende hin die Bar sich angenehm füllte.



Ein enormer Happen eröffnete das Treiben und diese Jungs gingen ab wie eine ICE Zug auf voller Fahrt. Reap sind eine Formation die keine lange Aufwärmphase benötigt sonder ohne Umschweife in die Vollen geht. Unserem Mag sind die Herrschaften ja schon bekannt, lediglich ist eine lange Zeit verstrichen als wir die Jungs das erste Mal zu Gesicht bekamen. Man konnte zwar nicht auf eine große Zuschauermenge bauen, doch die kleine Gruppe die bereits in der Bar war konnte man binnen Sekunden genauso wie den Rezensenten und seine Begleitung begeistern. Philipp Wintersberger (voc), Simon Tossmann (guit) Hannes (guit), Hannes Schauer (bass) und Hiasch (drums) haben ein Potential, der den Ausdruck Oberösterreich hätte eine metallische - reichhaltige Luft einmal mehr bestärkt. Die Mischung aus Metal Core, Post Thrash mit kleine Death Stahl lastigen Facetten animiert binnen Sekunden und verleitet zum Bangen, als auch Abtanzen gleichermaßen. Die Jungs legten Härtekohlen aufs Bankett die sich gewaschen hatten und auch einige Besucher fanden den Weg bis knapp vor die Bühne, um in den Genuss dieser Härtebolzen zu kommen. Alles steht und fällt um den Fronter und dieser besitzt ein Charisma das man nur von wenigen Underground Bands kennt. Philipp Wintersberger der wie der Ledige von Chris Barnes (Six Feet Under) aussieht wechselte immer wieder runter von der Stage und agierte wie wild rum und dabei brüllte dieser astrein und kräftig ins Mikro das er einem das Fürchten lernen konnte. Den Groove den man bei den Songs inne hatte war ein wahrer Hörgenuss und wer auf eine gesunde Mischung aus Soulfly meets Sepultura meets Chimaira steht den hatte man sowieso sofort im Würgegriff. Da mich die letzten beiden genannten Truppen sehr interessieren zauberte man mir ein zufriedenes Grinsen ins Gesicht. Sicher gibt es viele Bands die dem modernen, groove lastigen Metal frönen, doch nur wenige können mit diesen oberösterreichischen Vertretern mithalten. Die Spielfreude und die spieltechnische Raffinesse mit der man aufgeigt findet man nur selten. Das spricht für das Potential und das ausgereifte Können dieser Herrschaften und das spiegelte sich an diesem Abend quer auf die Set-List nieder, die mit amtlichen Schädelgranaten nur so gespickt war. Diese wurden mit einer guten entsprechenden Audience gewürdigt die, die Jungs gut abfeierten und jeden Song lauthals bejubelten. Nach fast 50 Minuten Spielzeit war aber leider der viel zu frühe Zeitpunkt gekommen wo man sich von der Audience in der Bar verabschiedete und diese waren sehr angetan von Reap und hätten liebend gerne noch eine weitere Zugabe bekommen, doch die Kameraden von Mosfet standen schon in den Startlöchern.







Die Marchtrenker Death/Thrasher Mosfet sind ja unserem Magazin sehr gut bekannt und zwar allen, denn nicht nur das wir sie oftmals live zu Gesicht bekamen. Nein sie waren auch schon Studiogast bei einer unserer Radio Sendungen. Philip Essl (voc), Alex Kleiß (guit), Marc Gruber (guit), Patrick Schmuck (bass) und Flo Dobretsberger (drums) standen nach einem kleinen Line Check ihren Landeskameraden in nichts nach und gingen ebenfalls von Null auf Hundert ab. Mit einem etwas traditionelleren Zahn tobten sich die Marchtrenker aus und dies erledigte man nach dem Intro „Dawn" mit „Aurora" und dabei spielten sich die Burschen in eine Ekstase die man ebenfalls nur selten findet. Die bereits erlangte Live Erfahrung knallte man raus und trotzdem das der Fronter fleißig Alkohol getankt hatte zeigte dieser mit seinem wutentbrannten Stageacting und dem tighten Gebrüll, das er sich niemals die Blöße geben würde und so hätte man, wenn man es nicht gewusst hätte von alledem nichts gemerkt. Hut ab, denn mich hätte man auf die Stage binden müssen und außer einem raunen wäre da nichts raus gekommen. Den Eindruck den man nun mit den folgenden Granaten „Bring me Blood", „Liberation of his Madness" und „Eternal Desecration" setzen konnte sprach Bände. Denn nach und nach horchten viele neue Besucher die in der Bar eintrafen laut auf und begutachteten den Auftritt der Truppe knapp vor der Bühne. Lange brauchte die neu gewonnene Audience nicht, um mit den Oberösterreichern warm zu werden und so hatte sich eine gute Anzahl von Bangern vor der Bühne, ab der Mitte der Show eingefunden die, mit Mosfet fleißig am Bangen und feiern waren. Das bestärkte natürlich den Trupp auf der Stage und dieser gab weiterhin ordentlich Gas und dafür sind die Burschen aus Marchtrenk ja bekannt. So war es auch diesmal und man hielt sich nicht mit langen Reden auf und feuerte eine Rakete nach der anderen ab und die verursachten sicher bei vielen des Auditoriums am darauffolgenden Tag für ordentliche Genickschmerzen. Weiter ging die wilde Karussell Fahrt mit „Sickness of Memory", „Stillbirth" und „Lawnmower" und dabei wurden die vorderen Reihen geschlossen und die Party mit viel Bangercharakter erreichte ihren Höhepunkt. Am liebsten hätte man noch weiter gemacht, doch mit „My Hate" und „King of Damnation" besiegelte man den Untergang und dabei agierte man weiterhin fleißig und wie von der Tarantel gestochen, Off als auch On Stage. Als man sich nun verabschiedete, ging ein lautes Gebrüll auf und so musste man wohl oder übel eine Zugabe spielen. Dies taten die Burschen aber liebend gerne und so ging ein Konzertabend zu Ende, der den Winter und alle Perchten vor der Tür ließ.






Konzertbilder


Für euch vor Ort war Robert im Schlepptau Heimo Zlöbl von der KV Hells Crew

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