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Neckbreakersball Live Bericht

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Neckbreakersball Tour 2009
feat. Devildriver, Behemoth, Scar Symmetry & Arsis
06.11.09 Posthof Linz


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Zum Genickbruch rief dieses Tourpackage auf und beim sogenannten Neckbreakers Ball hatten sich vier Formationen angekündigt, die für etliches an Genickschmerzen sorgten bzw. noch sorgen werden. Wie auch immer an einem kalten, leicht verregneten Freitag hielt der Tourtross im Linzer Posthof und das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Gleich beim Erreichen der Halle staunten wir nicht schlecht, bereits vorm Zeitpunkt, das sogenannte Open Doors tummelten sich viele schwarz gewandete Gestalten und niemand wollte sich wohl an diesem Abend nur einen Ton jeder Band entgehen lassen.



Pünktlich laut Zeitplan stiegen die Herrschaften von Aris auf die Bühne in der großen Halle und preschten gleich mit viel Karacho los. Persönlich kannte ich das Material dieser aus Virgina Beach stammenden Burschen eher als technisch, melodische Version des Death/Thrash, als auch ein bisschen frickelig seitens der Gitarren, überwiegend war es aber angenehm brutal und brachial was uns James Malone (guit & voc), Nick Cordle (guit), Nathaniel Carter (bass) und Michael Van Dyne (drums) hier als Eröffnung präsentierten. Die Jungs scheinen ja einen sehr bleibenden Eindruck seit ihrem letzen Besuch beim Metal Fest hinterlassen zu haben. Wie erklärt es sich sonnst, dass schon viele Metaljünger(innen) sich zu den treibenden Songs der Amis warmbangten. Auch mir persönlich konnte man vom Fleck weg die Gehörgänge durch putzen, denn ihre streckenweise sehr Old School lastigen Death/Thrash Granaten bliesen mir angenehm die Lauscher durch. Auch das Stageacting dazu war nicht unbedingt statisch und man suchte trotz der erhabenen Position der Stage die Nähe der Fans und die Rechnung ging dabei bestens auf, denn viele waren, genauso wie meine Person betreffend sehr angetan vom Auftritt des Todeskommandos aus Virginia. Die ständigen Wechsel zwischen Prügelorgie und satten Melodien ließen keinen Wunsch offen und auch die Spielweise hinterließ bei den Metallern jeden Alters erneut einen sehr überzeugenden Eindruck. Mich persönlich erinnerte man durch viele Passagen und vor allem durch den kauzigen Gesang des Fronters an eine melodische, brachivale "Tech-Moll" Version von Kreator. Somit nutzten die Jungs bestens die gut 30 Minuten ihres Auftritts um gehörig einen Zahn zuzulegen, aber auch immer mehr in die Halle zu bewegen, was ihnen auch gelang und sie so auf ein überschaubares Haarmeer blicken konnten. Wunderbar konnte man diesen Opener amtlich abfeiern und begrüßen und das dürfte auch den Jungs von Arsis in ewiger Erinnerung bleiben.







Ein Kurswechsel stand nun auf dem Programm. Denn als die Schweden Scar Symmetry die Stage betraten, waren doch eher Herr und Frau Metaller mit doch jüngerem Alter gefragt. Die Melodic Deather wurden aber auch von uns etwas gespannter erwartet, wie würden wohl die Wasa Metaller mit einem zweiten Fronter klingen. Kurz erklärt, sehr facettenreich, wenngleich das eher glatt polierte Material bei vielen Old School, als auch Knüppel Liebhabern für eine schaurige Gänsehaut sorgte. Wie auch immer eine breite Masse die ihnen binnen Sekunden aus den Händen fraß war ihnen gewiss und der Partypegel konnte weiterhin weiter nach oben gehoben werden. Roberth "Robban" Karlsson (voc), Lars Palmqvist (voc), Jonas Kjellgren (guit), Per Nilsson (guit), Kenneth Seil (bass) und Henrik Ohlsson (drums) zeigten sich sichtlich begeistert vom Empfang der Meute im Posthof und legten ihrerseits eine Show mit viel Energie und Bewegung aufs Bankett. Durch den sehr starken Duett Gesang der beiden Fronter wirkten die Songs quer durch die Schaffensphase etwas roher und brachialer unter dem Motto mehr „in die Fresse". Es wurde weiterhin fleißig gebangt und der Mob auf der Bühne ging ab als wären sie mit Benzin übergossen und angezündet worden. Die wilde Meute ackerte sich einen Ast ab um ja weiterhin die Fans vor der Bühne im festen Würgegriff zu halten und dadurch folgte Off als auch On Stage eine schweißtreibende Show, die vor allem den jüngeren Fans sicherlich unvergesslich bleiben wird. Die Soundpalette die man uns bis zum Ende hin bot war von viel Dampf gesegnet und immer mehr hüpften von den Beats aufgestachelt hin und her. Somit konnten die Schwedenjungs viel Aufsehen erregen und allemal, trotz kurzer Spielzeit viel Schmackes von den Songs bieten. Es spalteten sich die Gemüter nicht nur vom gefallen her bei den Besuchern des Abends, auch beim Triumvirat unseres Magazins waren die Meinungen sehr verschieden, doch der Masse versüßte man ungemein den Abend.








Wie die Zeit verrinnt und das nur nach fast 4 Jahren. Wenn ich bedenke, als ich das erste Mal die Polen Black Deather von Behemoth in Salzburg zu Gesicht bekam spielten sie wenn überhaupt vor gut 200 Nasen. Doch von einer Underground Kapelle hat sich das GdaTodesbleikommando weit entfernt. Die Halle war nun nach einem längeren Change Over bestens gefüllt, wenn nicht streckenweise berstend voll. Auch diese weißgebleichten Schlächter aus Polen wissen Generationen von Schwarzwurzelmetallern zu verbinden. Auf Cd mögen vielleicht die Jungs auf die Dauer etwas anstrengend sein, doch Live und Cd sind immer zwei Paar Schuhe. Die Meute vor der Bühne konnte es kaum mehr erwarten denn Behemoth ließen sich nicht gleich blicken. Doch nach Erledigung der perfektionistischen Wünsche dieser Musiker folgte eine Nackenfräße nach der anderen. Bereits beim ertönen der ersten Klänge von „Ov Fire And The Void" vom aktuellen Album Evangelion ging ein Heulen in der Halle auf wie bei einer abhebenden Boing 747. Doch dies war der Jubelschrei der Metal Freaks die nun komplett austickten und sich den Sklavenhaltern aus der Unterwelt hingaben und abgingen als gäbe es kein Morgen. Nun wurden „Demigod" und „Shemhamforash" ins Gefecht geschickt und alles was die Herrschaften anpackten wurde zu purem Gold. Grenzgenial was die Herrschaften spiel-, als auch showtechnisch aufführten. tight aufeinander abgespielt agierten sie und ihr Siegeszug wäre von Niemandem aufzuhalten gewesen. Nergal und Kollegen posten was das Zeug hielt und dieses Showposing das uns an diesem Abend offeriert wurde kannte keine Grenzen und selbst trieben sich die Burschen mit ihrem brachialen Sound zu Höchstleistungen auf. „Conquer All", „Lam" und „As Above so Below" folgten nun und aus der Hölle empor stieg der Geruch von Schwefel und Verderben. Pure, evil posing Energie wurde versprüht und das Posing der Herrschaften hätte man schon als Kühr ansehen müssen. Dazu spielten sich die Black/Deather den Arsch ab und das mit einer wutentbrannten Spielweise und trotz dieser Agilität spielte man jeden Ton treffsicher. Dieses Potential und diese Qualität der polnischen Perfektionisten unterstreicht wie groß diese Band geworden ist, und unterbreite zusammen mit dem euphorisch wütenden Publikum, dass sie eindeutig eine der besten Live-Bands der extremsten Metal-Spielarten sind und immer sein werden. Dass man die Show mit vier oder fünf (so sicher bin ich mir durch die musikalische Ekstase nicht mehr) Parts immer wieder mit klassischen Zwischenintros und Bannerwechslen krönte, lies das aufkeimende Interesse kaum aushalten. Dennoch nach diesen Parts legte man immer noch mehr Feuer in der Hütte bis man zum finalen Todesschlage ausholte. Mit dem Filmmusikintro von Hellraiser (was vor allem unserem Roman ein breites, zufriedenes Lächeln bescherte) knallte man noch die letzten Kohlen in den Ofen bis dieser endgültig explodierte und nur mehr Schutt und Asche hinterlassen wurde. „Lucifer" krönte diesen Auftritt und unsere Meinung nach hatten wir wohl den Auftritt schlechthin von Behemoth erlebt und dieser wird uns wohl ewig in Erinnerung bleiben. Auch viele Besucher waren total begeistert und fast schon wie in Trance erwartet man den letzten Act des Abends.








Die aus Santa Barbara stammenden Kalifornier Devildriver waren die letzten im Bunde und die Recken um den ehemaligen Coal Chamber Vocalisten Bradley "Dez" Fafara waren mir ein weiteres Mal nur von ihren Silberlingen bekannt. Konnte man etwa nach dieser Höllenfahrt und den hinterlassenen Pegel des Hitzegrads beibehalten bzw. steigern? Ja konnte man und letzteres gelang diesen sympathischen Jungs spielend. Der Tross Bradley "Dez" Fafara (voc), Mike Spreitzer (guit), Jeff Kendrick (guit), Jon Miller (bass) und John Boecklin (drums) ließ auch nicht lange auf sich warten und man legte gleich die erste Granate in Form von „End of the Line" in den Mörser und dieser entfachte ein Circle Pit Gefecht, welches ich schon lange nicht mehr erlebt habe. Quer durch die Halle tanzten immer mehr Fans und wüteten ordentlich um. Die Amis strahlten viel brachiale Kraft aus und dieser Funke sprang Zehntelsekunden später auf die Besucher über und der Kampf um nicht in der Menge unterzugehen begann. Sichtlich begeistert war der Trupp auf der Bühne von der gezeigten Euphorie des Publikums und ihrerseits steigerten sie sich in einen musikalischen Blutrausch, welcher in Form von „Wanderer", „Nothings Wrong" und „Pray for Villains" abgehalten wurde. Alle hatten sichtlich Spaß an der Show und auch der Sänger war sehr erfreut was sich ihm im Posthof darbot. Er unterstrich seine Entertainerqualitäten und suchte ständig über die Absperrung die Nähe des Publikums. Auch viele Fans suchten die Nähe zu ihren Faves und wollten auf die Stage und auch einige Stagediver ließen sich vom Menschenbad durch die Wellen von Armen schippern. Somit hatte die Security alle Hände voll zu tun, um keinen überschwappenden Tumult zuzulassen. Man muss aber den Fans im Pit zu Gute halten, dass sie trotz der energetischen - wütenden Meute sehr rücksichtsvoll waren. Immer wieder wurde eine Wall of Death gefordert und schließlich spaltete man die Halle in zwei Hälften. Ein Besucher, welcher ein einem blauen Plüsch Bunny Kostüm gekommen war, war wohl Public Enemy Number One und beim Start des erneut einsetzenden Pits zog ihn der Sog der Meute hinunter. Dennoch wie schon erwähnt waren die Fans zumindest im Pit sehr hilfreich und verhielten sich quer durch die Bank kameradschaftlich. Recht abrupt endete die Show und viele Metal Freaks standen wie vor dem Kopf gestoßen da, auch die Zugabe „Dreamed I Died" änderte da nichts und schon war es leider aus. Wie auch immer, extrem krasser Auftritt der Amis und da kann man kaum das nächste aufeinandertreffen erwarten.






Toller Abend mit guter Musik und eigentlich einem gut gelaunten Publikum. Einzig muss man hier etliche Spakos angreifen, die eigentlich nur auf Konzerte gehen um Stunk zu machen. Das werfen von Hartplastikbechern von der hinteren Tribüne aus auf die unten tobende Meute fanden wir mehr als nur beschissen. Damit verdirbt man die Freude von vielen Fans, die zu den Beats der Bands abgehen wollen und nur durch diese gelangweilten Assos wird diese Freude getrübt bzw. verdorben. Dummheit kennt oftmals halt leider keine Grenzen.

Konzertfotos

Für euch vor Ort waren Robert, Rosi und Roman

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