METAL UNDERGROUND WEBZINE AUSTRIA


Direkt zum Seiteninhalt

Norian, Cyring & Bad Corps Hall Live Bericht

Live Berichte > berichte

Norian Cd Realease Party
feat. Norian, Cyring & The Bad Corps Hall
28.10.09 Rockhouse Bar Salzburg


zurück


Die Herrschaften von Norian luden zur Cd Release Party. Dass man da der Einladung natürlich folgt, um sich das Machwerk Live präsentieren zu lassen versteht sich da von selbst. Darum waren der Chris, die Rosi und meine Person natürlich recht gespannt, denn man hatte sich mit zwei Bands noch zusätzlich verstärkt. Lange war ich schon nicht mehr im geheiligten Rockhouse bzw. der inkludierten Bar. Für einen Mittwochabend hatten sich doch sehr viele eingefunden, um eine guten Abendunterhaltung in der Mitte der Woche geboten zu bekommen.



Die ersten im Bunde waren die Herrschaften von Cyring. Die Truppe ist in unseren Kreisen schon sehr bekannt und bei so manchem Abend wurden wir bestens von ihnen unterhalten. Auch an diesem Abend sollte sich damit nichts ändern oder? Vom Unterhaltungsfaktor her auf jeden Fall, denn bereits beim Opener welches ein längeres Instrumental war gingen schon einige in den vorderen Reihen gut mit und die Jungs wurden warmherzig mit Jubelrufen begrüßt. Was nun folgte hatten wir schon lange nicht mehr erlebt, denn Simon Rainer (drums), Manuel Brettl (voc & bass), Daniel Schröfel (guit) und Rupert Hagenauer (guit) haben sich selbst eine enorme Härtespritze injiziert. Die Burschen bretterten von Beginn an einen Härtebolzen nach dem anderen raus und dabei servierten uns die Saitenhexer so manchen Melodic Riff oder Soli locker vom Hocker aus dem Ärmel und diese waren allesamt saubere Gustohappen. Wenn man den Fronthünen das erste Mal sieht glaubt man niemals dass er so ein facettenreiches Organ hat. Manuel könnte locker als Black Metal Frontmann vom Aussehen durchgehen, doch dieser Jung fährt auf einer komplett anderen Schiene und dort macht er einen sehr guten Eindruck. Vor allem die stäten Wechsel im Gesangsbereich verbindet er sehr gut und so unterbreitete er auch an diesem Abend wieder viele Changes von Edguy bis hinüber zu Metallica, als auch härteres Gebrülle packt der Bursche locker aus dem Repertoire aus. Den Fans war dies schlichtweg egal, denn sie bekamen gutes Bangerkraftfutter und zu diesen Klängen wurde die Rübe schon mal ordentlich geschüttelt und der Trupp auf der kleinen Stage abgefeiert. Ein Cyring Auftritt ist immer ein Garant dafür dass die Formation hier alles gibt und komplett von null auf hundert durchstartet. So war es auch dieses Mal und die Truppe zeigte wieder, dass sie sich auf der Bühne Pudel wohl fühlten und ackerten mit viel Spielfreude eine Setlist runter die nichts offen ließ. Eine kurze Panne von Rupert, dem eine Saite gerissen war, wurde mit einem kurzen Instrumentalpart genutzt, um den Jungen anzufeuern etwas schneller die neue Saite anzulegen. Lange brauchte man nicht warten und schon ging die Party mit den bayrischen Power Metallern wieder weiter. Leider verging die Zeit mit ihnen zu schnell und schon wurde auch schon angekündigt dass dies nun der letzte Track im Bunde sein würde. Wir, als auch das Publikum wollte aber noch nicht recht glauben das es nun schon vorbei sein würde, doch leider war es wirklich so und auch keine Zugabe wurde offeriert. Na vielleicht beim nächsten Mal. Wir hoffen schon baldigst wieder in den Genuss einer Cyring Show zu kommen, denn knallige Bangertracks jagen hier einen nach den anderen und animieren sofort ein Bangerparty steigen zu lassen.



Die Bandgeschichte von Norian ist eine recht kurze und wie heißt es auf der MySpace Seite? Wer auf eine Mischung aus Dream Theater und Messerspitzen Nevermore steht der liegt hier genau richtig. Stimmt kann ich dazu nur sagen. Man hatte was zu feiern, denn die Cd „Reversion Of Matter And Time" hatten sie in trockene Tüchern geholt und diese galt es nun live zu promoten. Dass man sich im Mittelteil des Abendprogramms platziert hatte war ein sehr guter Schachzug. Mit viel Mut und Motivation stieg man nach einer kurzen Umbauphase auf die Stage und legte gleich mit „Between The Rock And The Hard Wave" los, welches ein sehr aufbauendes Stück ist. Gleich vom Fleck weg wurde uns offeriert das nun eine genussvolle Klangreise folgen sollte und zwar der extraterrestrischen Art. Die Burschen wurden gut angenommen, auch wenn es vor der Bühne stiller wurde. Auch das Publikum staunte nicht schlecht was Jan Schneider (drums), Igor Eichinger (bass), Nick Bakay (guit) und Stefan Karl (voc) hier mit einer ca. 45 Minütigen Show ablieferten. Sicher mag das Material jetzt nicht der Partykracher sein doch die Klänge die uns die Ohren verwöhnten waren schon was ganz besonderes was man nicht aller Tage live geliefert bekommt. Außer bei Dream Theater eben, die Burschen segelten hier im ähnlichen Gewässer und konnten alle Soundeinflüsse und Einspielungen live sehr gut rüber bringen und so wurde auch der Live Faktor sehr gut bewahrt. Das verlangt viel Können und Potential und davon haben Norian so viel, dass es für mehre Bands reichen würde. Während Fronter Stefan uns sanft mit seinem Gesang und seinem ekstatischen Acting in eine verträumte Ecke hievte donnerte hinten thronend Jan in die Presche und gerbte seine Felle nach Leibeskräften. Lediglich die Axtfraktion war hier hin und her gerissen und zeigte sich im besten Wechselspiel. Solche Einflüsse und Soundausflüge verlangen eine tight aufeinander abgestimmte Einheit und das waren sie live auch. Mit offener Kinnlade standen vor allem Chris und ich da und schauten fassungslos was uns die Jungs boten. Auch dem Publikum schien man nicht schlecht zu gefallen auch wenn es etwas ruhiger wurde und die Besucher eher die Songs artig beklatschten. Von unserer Seite aus hätte es ruhig weiter gehen können, denn nach etlichen Sekunden schwammen wir auf derselben Soundwellenlänge wie die Truppe und ließen uns die Gehörgänge versüßen. Nichts hätten wir hier zu bemängeln, außer dem Soundmann, der die Stimme vom Frontmann so untergehen lies, das man öfters nichts mehr hörte, denn sie wurde komplett von der Rhythmusfraktion überspielt. Schade, denn wer das Material auf Cd gehört hat weiß, dass dieser Fronter ein verdammt guter Sänger ist. Doch auch so machte der Auftritt sichtlich Spaß und hinterließ keinen schlechten Eindruck. Wie da wohl der nächste Liveauftritt von statten gehen wird, man wird sehen unsere Vertretung bleibt hier sicherlich am Ball und wir sind schon gespannt wie die Geschichte weitergeht. Hammer Auftritt, geile Band und Mucke die man unbedingt als Progressive Metaller genießen sollte. Live als auch auf Cd.



Den Abschluss des Abends besiegelten Bad Corps Hall. Die Truppe war in unseren Kreisen komplett unbekannt und gleich beim Entern der Bühne wurde klar. Ja jetzt gibt es eher true metallische Kost. So war es denn auch, denn der böse Wolf am Bass und seine Geislein tingelten mit ihrem Material irgendwo zwischen achtziger Kapellen der Marke Iron Maiden, AC/DC und Running Wild, vom rhythmischen Standpunkt aus gesehen. Gesanglich, als auch bei etlichen Tracks offerierte man uns Rammstein lastiges Material, mit sehr zweifelhaften Texten, auf die ich hier aber nicht näher eingehen möchte. Viele verließen die Rockhousebar, denn es hatte den Anschein dass man nicht sonderlich gut bei vielen ankam. Wie auch immer die Truppe hatte dennoch viel Spaß und der Partyrock/Metal konnte bei vielen kühlen Blonden gut aufgenommen werden. Eine Granate jagte hier die nächste und der kleine Haufen von etwa 30 Besuchern hatte dennoch viel Spaß mit Wolfgang Kastner (guit & voc), Herman Grassl (bass), Max Mainusch (guit) und Stefan Fagerer (drums), die sich wiederum sichtlich dem gezeigten Zuspruch weiterhin ins Zeug legten. Bei Songs wie z.B. „Das Tier", „Crawling Snail", „Hier mein Kleiner" und vielen weiteren wurde eine gute Party gefeiert und die Herrschaften zeigten, dass man nach der vorangegangen Musik mit all seinen Facetten einen guten Abschluss mit simplen Strukturen und Melodien liefern kann. Leider mussten wir die letzen Songs streichen, da wir am darauffolgenden Tag noch einiges zu erledigen hatten und so musste die Party ohne uns einen Ausklang finden. Dennoch was wir bis dahin gehört hatten war recht annehmlich und versprühte viel rotziges Feeling mit Malocher Flair. Guter Partyrock mit dem man auch in Zukunft die Bars und Pubs im Bereich Salzburg und Bayern unsicher machen wird.

Superber Abend mit guter Stimmung und toller musikalischer Darbietung. Wir möchten uns nochmals beim Jan und den Jungs von Norian für die Einladung bedanken und wünschen viel Erfolg mit dem Silberling.

Konzertfotos

Für euch vor Ort war Robert, Chris und Rosi

The content is the property of www.metal-underground.at

Home | News | Cd Berichte | Specials | Live Berichte | Konzert Fotos | Interviews | Konzerte/Live Dates | Contact | About us | Links | Sitemap


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü