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October Rust Warm Up Party Live Bericht

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October Rust Warm Up Party
16.10.09 Cafe NÖFAS Wels


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Zur Warm Up Party für das bevorstehende October Rust Festival wurde gerufen, selbstredend das unser Mag da natürlich eine Abordnung entsandte. Die Veranstaltung fand nicht gar weit vom Welser Schlachthof entfernt und zwar im Cafe Nöfas statt. Pünktlich erreichten wir die Lokation und begutachteten sie erst einmal. Ganz nette, gemütliche Bude und da konnte man sich wirklich wohl fühlen. Der Eintritt mit 5 Euro war wirklich lächerlich und bei drei Bands die, die Bude zum Kochen bringen sollte und einer Verlosung hätte eigentlich die männlichen, als auch weiblichen Metal Fans aus Wels dazu verleiten sollen in Scharen die Hütte zu stürmen. Leider konnten sich an diesem Freitag nicht sonderlich viele aufraffen, was wir persönlich etwas schade fanden, denn an den Bands und der Hütte kann es wirklich nicht gelegen haben.



Die Welser Jungspunde Macrohard waren die ersten im Bunde und es schien als könnten sie den Heimvorteil bestens nutzen, denn ein guter, eingeschweißter Haufen stand vor der Bühne und begrüßte recht fein die Burschen. Laut Aussagen war dies erst der dritte Live Auftritt und das konnte man von Beginn an gleich anmerken, denn die Burschen wirkten sichtlich nervös und gaben dennoch ihr bestes. Peter Huemer (voc), Gerald Kuderna (drums), Florian Meingast (bass) und Max Reisinger (guit) hatten mit ihrem Material gute Granaten mitgebracht, die konnten aber leider nicht so richtig zünden, denn zu konzentriert spielte man das Set runter und da war natürlich der Reaktionsradius auch nicht sonderlich groß. Wie auch immer waren die Welser Death/Thrasher bemüht der Meute im Nöfas was für das Gehör zu bieten und diese Rechnung schien aufzugehen und so beklatschten die Herrschaften vor der Bühne jeden Song recht artig unter den Argusaugen einiger älterer Besucher die höchstwahrscheinlich zur Verwandtschaft der Truppe gehörte. Nach etlichen Nummern bzw. verstrichener Spieldauer ging man nach und nach aus sich heraus und legte dezent die Nervosität ab. Nach einem kurzen Patzer seitens des Axtschwingers legte man noch eine Granate nach und dieser so glauben wir, wäre am liebsten im Erdboden versunken, was der Frontmann sehr gut auf die Schippe nahm. Nach dem letzen Song strich man die Segel und machte den Platz für den nächsten Act frei. Ganz passabler Opener der uns hier sein Programm offerierte. Mit Sicherheit muss man noch etliche Scheit nachlegen und viel Proben, doch es scheint als wären die Jungs auf dem richtigen Weg, wenngleich dieser erst auch begonnen hat. Mal sehen was sich bis zum nächsten Aufeinandertreffen verändert.



Ein kompletter Stilwechsel um 180 Grad fand nun statt, denn die aus dem Ländle stammenden Dark Reflexions präsentierten uns nun eine gute Lehrstunde in Sachen Hard/Metal Core. Wie ein Blitzstart legten die Vorarlberger los und vor allem das Triumvirat unseres Magazins wurde hellhörig. Leider spiegelte sich dies nicht im Publikum wieder, zwar konnte man viel Applaus einheimsen, doch vor der Bühne war sehr viel freier Platz. Dies änderte aber nichts am agilen Auftritt der Burschen, die bewiesen, dass außer The Sorrow noch viele weitere, qualitativ hochwertige Acts aus dem Ländle kommen. Joki (voc), Päsci (guit), Mickl (bass), Benni (guit) und Fonz (drums) legten einen Aufritt aufs Bankett und ließen viel Bewegung vom Stapel. Agile Truppe die uns hier einheizte und sich an und ab einige Besucher des Cafes überreden ließen vor der Bühne etwas mehr Stoff zu geben. Dies schien vor allem dem Fronter zu gefallen, doch genug war es ihm nicht und so forderte er die spärliche Besucherzahl auf etwas mehr Reaktion zum Spiel zu zeigen. Wiederum ließen sich einige animieren, doch vollends das komplette Brett bekam man leider nicht. Dafür ackerte und agierte der Trupp umso mehr und diese Jungs hatten viel Spaß in den Backen und dieser Funke würde bei einer größeren Besucherzahl zu einem Waldbrand überspringen da waren wir uns einstimmig einig. So war man leider etwas alleine auf weiter Flur und dennoch ließ man sich dadurch nicht beirren noch mehr zu geben und diese Meute aus Vorarlberg hatte es gewaltig in sich. Wie von der Tarantel gestochen beübte sich die Mannschaft selbst und hetzte wild durchs halbe Cafe. Vor allem der Frontmann schien viel Energie vor Auftrittsbeginn getankt zu haben und dieses Energieventil war komplett aufgedreht und der Bursche turnte wie wild umher. Leider war dann das Ende gekommen und da kann man nur hoffen dass sich die Jungs recht bald mal auch in unseren Breitengraden blicken lassen.

Eine etwas längere Umbauphase nutzte man für die Verlosung. Shirts, Konzertkarten und ein Meet & Greet gab es zu Ergattern. Mit viel Freude wechselten die Wertsachen den Besitzer und das unsere Rosi noch vorher großspurig verkündet hatte: „Ich gewinne heute was, das habe ich im Blut", lies nach der Verkündigung ihres Gewinnloses einen lauten Lacher von meiner Person und Roman durchs Kaffee schallen.




Wie heißt es auf der MySpace Seite der Marchtrenker Mosfet? Wie eine ungezähmte Bestie, die aus dem Sumpf der trostlosen Erinnerungen emporsteigt und so weiter. Dies traf es an diesem Abend wie die Faust aufs Auge. Bei miesesten, trübsten Herbstwetter, mit düsterem Moorcharakter welches draußen herrschte brachten die Jungs von Mosfet im Nöfas die Temperaturanzeige auf eine Höllenhitze. Philip Essl (voc), Alex Kleiß (guit), Marc Gruber (guit), Patrick Schmuck (bass) und Flo Dobretsberger (Drums) gehören zur oberösterreichischen Metalspeerspitze, soviel ist gewiss und mit ihrem modern angehauchten Death/Thrash sorgen sie immer wieder für schwere Nackenschmerzen. So auch an diesem Abend, wo sich die Reihen vor der Bühne schlossen und eine Handvoll dem Trupp auf der Bühne die nötige Verehrung gab und diese genossen diesen Willkommensgruß sichtlich. Eine Granate wurde nach der anderen gezündet und hinterließ schlussendlich nur mehr Schutt und Asche und das sind wir ja schon gewohnt von den Marchtrenker Herrschaften. Doch niemals würden sie sich die Blöße geben sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Egal wie viele Leute vor der Bühne abgehen, es wird immer 100% gegeben und so offerierte man dies auch an diesem Abend. Wie eine wilde Bestie agierte der Trupp und ein Nackenbrecher jagte den nächsten und so schüttelten einige die Rübe vor der Bühne und ernteten dafür sicherlich Nackenmuskulaturkater. Dies hatte sich aber mit Sicherheit ausgezahlt, denn der gezeigte Einsatz der Jungs war erste Sahne. Nur kurz ließ man sich und dem Publikum Zeit für eine Verschnaufpause und die Ansagen von Fronter Philip waren recht kurz und schon ging die wilde Karussell Fahrt mit den Herrschaften weiter. Das die Schwester des Fronters an diesem Abend Geburtstag hatte ließen den Fronter dazu verleiten seiner lieben Schwester alles Gute zu wünschen. Lediglich die Torte, als auch ein Ständchen haben gefehlt, doch schon ging es im brachialsten Death Thrash Gedonner weiter. Mit dem Album „Sickness of Memory" hat man auch etliche Nackenfräßen auf Lager und diese wurden fast gänzlich gespielt. Nach einer Zugabe, wo auch der an diesem agierende Soundmann Alex Krumenacker von Replica auf die Bühne geholt wurde ging der Auftritt seinem Ende zu und schon konnte die Aftershow Party gefeiert werden.

Nöfas mit Metal Musik immer wieder und immer wieder gerne. Schade dass nur eine kleine Meute es dorthin geschafft hat. Diese bekamen die Vollbedienung und jene die mit der Abwesenheit glänzten haben einen tollen Abend verpasst. Selbst Schuld!!!!! Den Gewinnern der Verlosung gratulieren wir noch einmal recht herzlich.

Konzertfotos

Für euch vor Ort waren Robert, Roman und Rosi

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