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Paganfest 2010 feat. Finntroll, Eluveitie, Dornenreich, Varg & Arkona Planet.tt Gasometer Wien Live Bericht

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Paganfest 2010
feat. Finntroll, Eluveitie, Dornenreich, Varg & Arkona
27.02.2010 Planet.tt Gasometer Wien


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Dieses Mal nahm ich die Reise nach Wien auf mich, um dem Paganfest beizuwohnen. Ich freute mich auf das Lineup, dass wie folgend geplant war: Varg, Arkona, Dornenreich, Eluveitie und als Headliner der Tour Finntroll. Durch widrige Umstände (ein Taxifahrer, der den Weg vom Hotel zum Gasometer nicht fand) konnte ich selber Varg und Arkona nicht genießen. Aber ich habe mir vom Publikum erzählen lassen, dass sie sehr professionell und große Stimmung verbreitend, den Saal von Anfang an zum Kochen gebracht haben. Freundlicherweise wurden mir von einem dort anwesenden Fan, der wie ich aus Kärnten stammt, seine Bilder der Bands zur Verfügung gestellt und das Urheberrecht an mich abgetreten. An dieser Stelle bedanke ich mich noch mal ganz, ganz herzlich dafür!




Gerade rechtzeitig vor Dornenreich kam ich vor der Bühne an und stieß da auf übelgelaunte Security, die mir unmissverständlich klar machte, dass ich vor dem Gig der Bands nicht in den Fotograben durfte, da nur ohne Blitz und nur die ersten drei Lieder der Band fotografieren durfte. So wartete ich den Umbau ab und nutzte die Zeit, um ein paar Fotos vom sehr zahlreich anwesenden Publikum zu machen. Diese reagierte umso freundlicher, und im Laufe des Konzertes stieß ich nur auf positive Rückmeldungen seitens der Leute, ich verteilte massenhaft Visitenkarten. Nun wurde aber der Fotograben auch für mich geöffnet, und ich musste zwei Dinge feststellen: er war fast unpassierbar, es waren sehr viele Kollegen und Kolleginnen anwesend. Und das Blitzverbot galt nicht allgemein, da ging es um die Größe des Magazins und um die Ausstattung der Kamera. Aber ich trotzte allen Widrigkeiten und genoss den Auftritt von Dornenreich. Sehr professionell, gewohnt düster und mit Liedern im Gepäck, die jeder kannte, spulten sie ihren Gig ab und das Publikum kochte. Nach meinen drei erlaubten Liedern mischte ich mich wieder unters Publikum und wurde auch immer wieder darum gebeten, Fotos von Gruppen oder Paaren zu machen.



Als Eluveitie begannen, ihr Equipment auf die Bühne zu bringen, bahnte auch ich mir einen Weg durch die Masse vor in Richtung Fotograben. Da entdeckte ich links vor der Bühne den wohl jüngsten anwesenden Fan: den 11jährigen Kevin. Vorbildlich mit Gehörschutz versehen und in Begleitung zweier Erwachsener wartete er hier ungeduldig auf seine Lieblingsband: Eluveitie. Das Konzert war ein Geburtstagsgeschenk an ihn. Dann wurde auch schon für mich der Fotograben geöffnet und ich kam mit dem Schiessen nicht mehr hinterher. Nicht nur, dass die Band von Anfang an Vollgas gegeben hat und mich das voll mitgerissen hat, im vollen Graben war es auch nicht einfach, Fotos von allen acht Bandmitgliedern zu bekommen. Wenigstens war die Bühne groß genug, um allen acht den erforderlichen Freiraum zu geben, um sich bewegen, rennen und springen zu können. Viel zu schnell waren die ersten drei Songs schon wieder vorbei und ich musste mir wieder einen Weg nach draußen bahnen. Da entdeckte ich im hinteren Bereich eine Treppe mit Absatz zum Ausgang. Publikum durfte sich auf dieser Treppe nicht aufhalten, aber ich durfte da ganz am Rand stehen bleiben, um Fotos zu schießen. Also Objektiv gewechselt und munter drauf los! Für mich ging auch dieser Gig viel zu schnell vorbei, obwohl Eluveitie als Co-Headliner der Tour eine ganze Stunde spielten.



Streng nach Zeitplan betrat um 23:00 Uhr die finnische Band Finntroll die Bühne. Mittlerweile waren noch mehr Fotografen eingetroffen, so dass ich kaum mehr die Gelegenheit hatte, gute Fotos zu erwischen. Also begab ich mich noch vor Ablauf der drei erlaubten Lieder wieder auf meinen Posten auf der Treppe. Die mittlerweile geschätzten zweitausend Besucher kochten, gut eingeheizt von den vorigen Bands, und man konnte viele Circles, spontan entstehende Walls of Death und sogar zaghaftes Stagediving beobachten. Aber einige übermannte auch schon vom vielen Bangen die Müdigkeit und sie suchten im hinteren Bereich Erfrischung an den Bars oder hockten sich auf den Boden, um sich auszuruhen. Nichts desto trotz blieb die gute Laune ungetrübt. Einige machten sich auch schon auf den Weg zur After-Show-Party, zu der Varg ins Escape-Metalcorner geladen hatte. Auch ich wollte mich dahin begeben, aber auch da war kein Taxifahrer zu finden, der den Weg dahin wusste. So begab ich mich wieder ins Hotel und lies den Abend Revue passieren: Top Line-up, professionelle Organisation (sogar ein Ambulanzdienst der Wiener Rettung war vor Ort), humane Getränkepreise, ein Publikum quer durch alle Altersschichten, durchwegs gut gelaunt, ein Manko an der Security, bzw. an der Organisation des Fotograbens soll nicht unerwähnt bleiben. Ich will hier nicht über die Männer lästern, die ja doch nur ihren Job machen und Anweisungen befolgten. Aber alles in allem ein gelungener Abend, eine große Party, die von allen sehr genossen wurde. Ich freue mich aufs nächste Mal!

Konzertfotos

Für euch vor Ort war Nicole Fritz

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