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Rock the Universe Festival 2010 Live Bericht

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Rock the Universe Festival 2010
Maiden für Jeden, Die Band & Sentimentalistic Bitches
05.01.2010 Kultursaal Greifenburg


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Diesmal folgte ich einer Einladung des Roten Kreuzes nach Greifenburg. Dort fand das alljährliche „Rock the Universe“ statt. Nach einem Parkplatz vor der Haustüre und einer ausgesprochen netten Begrüßung durch meine Sanitäter-Kollegen (gepaart mit ein paar Fachgesprächen) und Veranstalter Mario begab ich mich in den Keller, wo auch pünktlich um 20:45 Uhr die Band „Sentimentalistic Bitches“ den Abend eröffneten. Trotz des noch spärlich vorhandenen und scheinbar noch verfrorenen Publikums gab die Band rund um Frontmann Sante von Anfang an Vollgas und zeigte ihre ganze Professionalität. Nach Hits wie „Down below“, „Shadow Marshall“, „You cannot take me down“ oder „Mutants of life“ folgten auch Kracher wie „Lost in Hate“, „Love Illusions“ und „Life is Pain“. Langsam taut auch das Publikum auf, und man hört auch einige Pfiffe und dezenten Applaus nach jedem Song. Die „bessere Hälfte“ von Sante wurde von mir auch erwischt, als sie ihrem Job als Bandfotografin mit vollem Elan und auch mal auf Knien nachging. Weiter gings dann ganz im „Bitches-Stil“, rockig und düster, mit „Thank You“ und „Social Phobia“. Zum Abschluss brachten die Jungs „No longer live in Lie“, und der Abend war würdig eröffnet.



Nach einer extrem kurzen Umbauphase trat dann auch gleich „Die Band“ ihren Gig an. Mir persönlich leider bis dahin unbekannt, war ich überrascht, Mitglieder der Band Mely auf der Bühne zu sehen. Es ist durchaus nicht selten, mir war diese Konstellation allerdings nicht bekannt. Nun ja, man lernt nie aus, und ich erwartete das nun Folgende. Meine Erwartungen wurden aber bei weitem übertroffen. Es folgten Coverversionen bekannter Bands aus dem sagen wir mal alternativen Bereich wie Metal oder Grunge. Da kamen Interpretationen von Songs wie „Another Brick in the Wall“ von Pink Floyd oder „All Apologies“ von Nirvana. Bei „Nothing else matters“ von Metallica waren sogar einige Feuerzeuge zu sehen und das Publikum war endgültig aufgetaut, sang, bangte oder wippte zumindest mit. Stillstehen konnte zu diesem Zeitpunkt niemand mehr. Bei „Paranoid“ von Black Sabbath zeigte Frontmann Andy endgültig seine extrem wandlungsfähige Stimme. Diese war in jedem Stil, den die Band zeigte, sehr nah am Original. Trotzdem wurde jeder einzelne Song im bandeigenen Stil performed und man hörte auch sehr viele eigenwillige Gitarrentöne, die sicher nicht aus dem Original stammen, sich aber vollkommen harmonisch und absolut professionell in den Song einfügten. So zeigte die Band einen Gig, der einerseits mit sehr bekannten Songs das Publikum in den Bann zog und zum Mitsingen (meistens eher Mitgrölen ;), egal, Hauptsache es macht Spaß, oder?) animierte und so für Stimmung sorgte, andererseits aber auch Raum dafür bot, den eigenen Stil und das eigene Können zu präsentieren. Diese sehr gelungene Mischung lässt auf noch mehr hoffen und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Auftritt von „Die Band“.

Bevor ich nun über den letzten Gig dieses Abends berichten darf, möchte ich erstmal ein großes Lob an den Veranstalter loswerden: Von der Begrüssung am Eingang bis zum Gratis(!)-Taxi ab Mitternacht sind mir einige Dinge sehr positiv aufgefallen. So wurden schon am Eingang wirklich flächendeckend Ausweise kontrolliert, um übermässigen Alkoholgenuss unter Jugendlichen gleich von Anfang an zu unterbinden. Die Getränkepreise waren absolut moderat und dem eher jungen Publikum angepasst. Man hatte die Küche besetzt, und so konnte man einige Leute dabei beobachten, wie sie ihren Hunger mit Wiener Schnitzel mit Pommes oder einer Schnitzelsemmel stillten. Auch saß im Gang zu den WC´s eine Dame, die sehr resolut für Ordnung sorgte und auch die sanitären Einrichtungen in einem tadellosen Zustand hielt. Ich hoffe, ich war nicht die einzige, die ihr dafür gerne einen kleinen Obolus in ihr Körbchen geworfen hat. Die anwesende Technik, mit mehreren Personen besetzt, hatte ihr Metier vollkommen im Griff und saß mit grosser Konzentration an den Reglern. So konnte mir keine einzige technische Panne auffallen, über die ich berichten hätte können. Die Soundchecks wurden schnell und kompetent durchgeführt, die Lichtshow war absolute spitze und perfekt auf die Bands abgestimmt. Veranstalter Mario wurde überall und nirgends gesehen und hatte den kompletten Überblick. Die Bars waren fast schon überbesetzt, so musste niemand lange auf sein Getränk warten. Ich konnte auch anwesende Security entdecken, um etwaig auftretende Probleme schnell und unauffällig lösen zu können. Alles in allem aus der veranstalterischen Sicht ein professionell organisierter Event ohne grosse Pannen. Daher von meiner Seite ein großes Lob!




Nun möchte ich aber über die letzte Band dieses Abends berichten. „Maiden für Jeden“ ist eine reine Iron Maiden-Coverband, die sich rund um Frontfrau Suzy Q gruppiert. Sie feierten von Anfang an ein Tribut an die „Eiserne Jungfrau“ und Suzy überraschte mich mit ihrem Stimmvolumen, dass der Musik absolut gerecht wird. Die Bühnenshow der Band ist unglaublich. Suzy ist sexy und geht voll in ihrer Performance auf. Und sie hat ihre Männer auf der Bühne voll im Griff. Als sie dann auch noch erklärte, wie man sich in ihrer Heimat zuprostet, nämlich „Prost es Saubeidln!“ war das Publikum Feuer und Flamme und trieb die Band durch seinen Enthusiasmus von einem Song immer wieder nahtlos zum nächsten. Zwischendurch lies Suzy auch mal den Drummer oder den Bassisten einen Song ansagen, was noch zusätzlich für Stimmung sorgte. Aber Suzy kann auch ernst sein: mit dem Song „Children of the Damned“ gedachte die Band des Todes eines nahen Familienmitgliedes von Suzy, und sie legte ihr ganzes Gefühl in die Stimme, die manchmal bedenklich wackelte. Das tat der Stimmung allerdings keinen Abbruch, eher im Gegenteil. So trieb das Publikum die Band von einem Song zum nächsten, bis auf einmal die „Iron Maiden“ mit einem Schwert auf der Bühne auftauchte und, oh mein Gott!, Suzy die Kehle durchschnitt. Mit viel Theaterblut (das auf den ersten Blick täuschend echt aussieht) brachte die Band den Abend (besser die Nacht, denn es war mittlerweile 02:30 Uhr!) zu einem furiosen Ende.

Rundum mit guter Musik versorgt, jede Menge Fotos und Eindrücke im Gepäck, machte ich mich gegen drei Uhr auf den (wieder einmal verschneiten) Heimweg. Es war ein sehr gelungener Abend, mein Dank geht an die Bands, die Fans und nicht zuletzt an den Veranstalter. Ich freue mich aufs nächste Jahr!


Konzertbilder

Für euch vor Ort war Nicole Fritz

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