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Summer Nights Warm Up Party
feat. Far Beyond Innocence, Sacred Misery & Modulistic Terror
09.05.09 Casino Rockbar St. Johann im Pongau
Das Summer Nights Festival geht ja bekanntlich in die dritte Runde. Aufgrund selbigem lud man zur Warm Up Party in den heiligen Hallen der Casino Rockbar und 200 Besucher folgten dem Ruf und fanden sich an einem wirklich heißen Samstagabend dort ein, um sich von drei Bands die Ohren weg zu blasen und eine gute Stimmung zu erzeugen. Ein weiterer Anreiz war die große Verlosung bei der es ordentlich Schmackes für die Sammlung gab.
Die ersten im Bunde des Abends waren die Jungspunde von Modulistic Terror. Mir nicht ganz unbekannt stiegen sie überpünktlich auf die Bretter und feuerten ihr Material bei einer bereits bestens gefüllten Bar in die Menge. Vielen jüngeren Besuchern sind sie ebenfalls bekannt gewesen und diese feuerten bereits um 21:30 Uhr die Herrschaften ordentlich an. Eine wesentliche Weiterentwicklung schien die Band seit ihrem letzten Auftritt durchschritten zu haben und bescheinigte mir, wer fleißig übt wird auch ordentlich abernten oder absahnen. Wie auch immer beim St. Johanner Publikum konnte man ordentlich punkten. Lange mit Ansprachen hielt sich der Trupp nicht auf und bliesen dem Mob vor der Bühne eine gehörige Portion Thrash Metal um die Ohren. Die Setlist selbst bestand aus einigen Eigenkompositionen und auch einigen Cover Songs bekannter Größen, wie z.B. Slayer. Auch vom Line Up her musste man eine kleine Änderung vornehmen und man ersetzte kurzerhand den Hauptgitarristen, weil dieser derzeit im Maturastress war. Thomas (bass & guit) brüllte sich einmal mehr gehörig die Seele aus dem Leib und seine Mitkameraden griffen dabei ordentlich in die Seite um den gewonnen Boden ja zu behalten und den Party Pegel zu steigern. Gelang den Burschen aus meiner Sicht recht gut und den Heimvorteil konnte man bestens ausnutzen. Die Stimmung die nun erzeugt wurde sprach Bände und gemeinsam feierte man die Party auf und vor der Stage bis zum Exzess. Es ist immer schön jungen Formationen zuzusehen mit welcher Spielfreude sie ihren Auftritt absolvieren. Nach 30 Minuten hatte man aber dann alle Granaten abgefeuert und hinterließ ein schon gut schweißgebadetes und durstiges Publikum. Recht gute Leistung, die man aber noch weiter ausbauen sollte. Denn sich nun auf den Allerwertesten hinzusetzen wäre doch zu wenig.
Von allen Himmelsrichtungen hat sich die nun folgende Formation zusammen gefunden um fortan unter dem Decknamen Metal gemeinsame Sache zu machen. Der Begriff Metal ist natürlich ein großer und es ist recht schwierig die Jungs von Sacred Misery in eine Schublade zu geben, denn das ist fast unmöglich. Viele Elemente haben sie auf einen gemeinsamen Nenner gebracht, dadurch wirkt der Trupp recht Crossover und das mit einer guten Portion an Modern Metal. Roman (voc), March (guit), Robin (guit), Marco (bass) und Dani (drums) waren wohl recht gespannt wie sie bei den Fans in der Casino Rockbar ankommen würden. Somit stiegen die Jungs mit viel Lampenfieber, welches man aber sofort beim loslegen über Bord werfen konnte. Die Feier ging auch mit dieser Band weiter und das Publikum Vorort war recht angetan von der nun gezeigten Leistung. Nach „Bleeding Sky", „Angel of Chaos" und „Eternal Damnation" hatte man die Meute vor der Bühne vollends auf der Seite und in einem festen Würgegriff und selbiger Mob bejubelte ordentlich die gebotene Show von Sacred Misery. Die ausgewogene Portion an Sympathischem Verhalten und dem gewissen Schmä muss man schon in sich haben und von selbigen besitzt die Truppe zu genüge. Somit stand einer Steigerung zu den Vorgängern nichts im Wege. Vor allem der Fronter war sichtlich angetan von der Zustimmung seitens des Publikums. Dieses wurde dann noch mit einer Saufeinlage zum Mitmachen eingeladen. Da meldeten sich doch recht viele Freiwillige, wen wundert es, gab es doch eine runde Freibier mittels Schlauch und Trichter. Diese Unterbrechung haben wir ein wenig belächelt und harrten der Dinge die nun von musikalischer Seite folgen sollte. Auch ein etwas ruhigeres Stück kam recht gut an obwohl man schon mit den Fans auf voller Fahrt war. Nach erschallen von „Doombringer" war sollte schon Schicht im Schacht sein, doch so richtig ziehen lassen wollte die Jungs noch keiner.
Habe ich die Herrschaften schon jemals schlecht erlebt? Die Antwort kann man nur mit einem lauten NEIN beantworten. Die Welser New Crushing Metaller sind einfach was fürs Ohr, als auch fürs Auge. Auch an diesem Abend bestieg man die kleine Stage im amtliche Psycho Endzeitoutfit und nach dem Intro ging es gleich mit „Pigmy Headhunter" ordentlich zur Sache und viele Besucher standen mit offenen Mündern da. Wenn man bedenkt dass die Herrschaften genau vor einem Jahr ebenfalls am selben Platz vor fünf Leuten gespielt haben war dies nun ein komplett anderes Bild. Die Metal Freaks waren nach dieser ersten Rakete komplett in Rage und gaben in der Bar, die nun die Betriebstemperatur einer Sauna hatte noch mal alles um auch dem Hauptact des Abends eine gute Huldigung zu offerieren. Routiniert und selbstbewusst konnte die begonnene Schlacht auch schon mit einem weiteren Intro und den folgenden Tracks „Ministry of Fear", „The Day I Try to Die" und „Green Fuckmachine" weiter gehen. Egal vor wie vielen Menschen Vermes (voc), Firefucker (voc), Phlogos (bass), Raynar5 (drums) und der Godfather (guit) spielen, sie geben immer 100% und das bescheinigt ihnen auch ihre Professionalität. Vor allem das Können der Truppe kann nur ein Anreiz für viele junge Underground Truppen sein. Auch kein Wunder denn auch dieses Mal legten die Welser ein Tempo vor dass einem Hören und Sehen verging. Weiter ging dann die wilde Fahrt mit „2 Minutes of Hate", „Enemy" und „Brainsucker" und vor der Bühne ging der wilde Hexentanz schön weiter und etliche Fans gaben sofern es die Reserven zuließen noch mal alles. Eine Person an diesem Abend war mir etwas schleierhaft, nämlich Phlogos, denn der sympathische Tieftöner hatte sich erst vor gut zwei Wochen die Hand gebrochen und griff an diesem Event in die Seiten als wäre niemals was gewesen. Das Duo Vermes und Firefucker brüllten sich das innerste selbst aus der Seele, während der restliche Bandtross auf der kleinen Bühne alles gab was man nur geben konnte. „Devil in your Fairyland", „See you in Hell" und dem geilen „Immortal Man" ließen das nahende Ende erahnen. Den Abschluss mit dem Publikum besiegelten Far Beyond Innocence mit „As One" der Bandhymne schlechthin. Alles war nun nach der dritten Band in Schutt und Asche gelegt worden. Auch kein wunder drei Hammerharte Bands hatten in guter Kameradschaft selbiges geebnet und viele waren nach diesem Abschluss sehr begeistert von der gezeigten Leistung aller Bands.
Da bleibt einem nur nach diesem Abend zu sagen. Vielen dank an alle die gekommen waren und eine so grenzgeniale Stimmung mit den Bands geschaffen haben. Bei den Verlosungen die nach den Auftritten der ersten beiden Bands statt gefunden hatten haben etwa Wertpreise von 500 Euro den Besitzer/in gewechselt und allen Gewinnern gratulieren wir herzlich. Auch nach der letzten Band dachten noch viele Besucher nicht ans nach Hause gehen und feierten bis in die frühen Morgenstunden munter weiter. Die nächste Veranstaltung folgt mit Sicherheit nähere Infos folgen. Somit kann man nur sagen to be continued………
Konzertfotos
Für euch vor Ort waren Robert, Roman, Rosi mit all ihren Helfern
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