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Ten Years in Mely Live Bericht

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Ten Years in Mely
feat.
Mely, Emergency Gate & Shadowcry

14.11.09 Kultursaal Berg im Drautal


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Zehn Jahre ist es her, da haben sich ein paar Jungs in Oberkärnten zusammengetan um eine Band zu gründen. Heute, nach vier Alben, Auftritten auf diversen Festivals, Tourneen durch Europa, dem Finale beim Austrian Band Contest und sogar einer Nominierung für den Amadeus Award, kann man schon sagen, dass es damals eine sehr gute Idee war. Die Rede ist von der derzeit wohl erfolgreichsten Metalband aus dem südlichsten Bundesland Österreichs, Mely. Natürlich muss ein solches Jubiläum auch ordentlich gefeiert werden und so lud man in den Kultursaal in Berg im Drautal, wo man ja auch schon die Releaseparty für „Leave and enter empty rooms" (übrigens damals auch schon mit dem Supports Shadowcry und Emergency Gate) sowie die Präsentation des neuen Drummers Hannes Ganeider veranstaltete. Pünktlich um 20 Uhr angekommen mussten wir leider feststellen, dass der Besucherandrang noch nicht allzu groß ist, dies sollte sich aber ändern, was nicht nur an der Beliebtheit von Mely in ihrer Heimat liegt, sondern auch an der freiwilligen Spende, für die man sich als Eintrittspreis entschieden hat. Die Wartezeit auf die erste Band durfte man sich mit Fotos aus der Geschichte der Band, die auf der Wand des Kultursaales gezeigt wurden, vertreiben oder auch den Merchandise-Stand begutachten. Dort wurde man gleich mit einem etwas ungewöhnlichen Artikel bekannt gemacht, Mely-Edelfan Yoshi hat nämlich Silberohrringe im Form des Mely-Logos in Auftrag gegeben (aus echtem Silber) und diese konnte man dort käuflich erwerben.




Nun war es aber doch Zeit für die erste Band des Abends. Shadowcry, die mit in diesem Jahr vor allem durch diverse Festivalauftritte (, Hell Over Vellach) bekannt waren, durften den Abend eröffnen. Nach dem Intro ging es gleich mit Inner Circle los und man merkte sofort, dass die Band durchaus Spaß hatte. Thomas Knoller (voc), Ernst Molden (guit), Jean Marc Perc (guit), Rebecca Fercher (bass) und Christian Herbst (drums) hatten zwar nicht das Glück, dass sie vor einer übermäßig gut gefüllten Halle spielten, trotzdem hatte das anwesende Publikum, vor allem die recht jungen Besucher in den ersten Reihen, nicht viel am Sound der Oberkärntner auszusetzen. Mit Built To Resist und Resurrection From The Past wurde das 45-minütige Set fortgesetzt und man konnte auch ganz leicht feststellen, dass vor allem Tom einen sehr guten Tag erwischt hatte. Er hat ja doch manchmal Live seine Probleme mit den Clean Vocals, doch an diesem Tag war davon nichts zu merken. Mit Wake Up In Pieces, This Time Will Come und Ghosts Of Existence ging es dann weiter und die Halle füllte sich doch immer mehr. Nach weiteren 3 Songs, Perfect Lie, Breaker und Inside The Flame war jedoch der Auftritt von Shadowcry schon wieder vorbei und man kann diesen ganz klar als gelungen betrachten.





Nach kurzer Umbaupause durften die Münchner von Emergency Gate die Bühne betreten. Man machte ja bereits vor zwei Jahren, im Berger Kultursaal Halt, damals spielte man noch in anderer Besetzung, so waren unter anderem Sänger Matthias Kupka, Gitarrist Udo Simon und der erst seit kurzem fix in der Band spielende Schlagzeuger Dominik Scholz noch nicht mit dabei. Mario Lochert (bass), Vladi Doose (guit) und Daniel Schmidle (keys) kannten also die Location schon. Double Suicide war das erste Stück nach dem Intro und Emergency Gate durfte gleich vor etwas größer gefüllter Halle zeigen was man so drauf hat. Das Set bestand nur aus Songs vom aktuellen Album Rewake, was wohl daran liegt, dass der Unterschied zwischen Matthias und seinem Vorgänger Fabian doch zu groß ist, um für die alten Songs die passende Stimme zu haben. Weiter ging es mit Next In Line und Of Stars And The Drifting ehe es nach Elementor, The Purpose und Gold & Glass zu einem Drumsolo von Neuzugang Dominik Scholz kam. Mit Trust In Me und Slave war dann das reguläre Set vorbei, das Publikum schaffte es jedoch, Emergency Gate zu zwei weiteren Songs zu überzeugen, so wurde mit Live v 2.0 und dem von einigen Fans geforderten Freedom noch einmal ordentlich durchgestartet. Starker Auftritt der Münchner Band um ex-Suidakra Mitglied Matthias Kupka und Mely-Produzenten Mario Lochert.






Die Jubiläumsband Mely war dann als letzte Band an der Reihe und es wurden ja schon im Vorhinein einige Specials angekündigt. So stand neben einer extended Live Show mit einigen Special Guests auch die Video Premiere des für den Amadeus Award nominierten Hell Low auf dem Programm. Man spielte ein Set, auf dem Songs von allen vier Alben vertreten waren, wobei der Beginn mit Bricks Against Porcelain Dolls, Grown For Doom und Don't Wake The Sleeping Dog vom aktuellen Album Portrait Of A Porcelain Doll kam. Die mittlerweile doch sehr sehr gut gefüllte Halle war natürlich, wie bei jedem Konzert von Mely in der Heimat, am Kochen. Nach Hell Low, What Am I Doin Here und Fail While I Try war es dann so weit, die Weltpremiere des neuen Videos zum Song Hell Low fand statt. Hier hätte man vielleicht statt eines Playbacks selbst zum Video spielen können, ist aber angesichts dieses extrem langen Sets natürlich auch eine gute Zeit für die Band um sich etwas zu erholen. Das nächste Special durfte natürlich nicht allzu lange auf sich warten lassen. So kam es zu einer Reunion der Besetzung, die die ersten drei Alben zusammen aufgenommen hat. So durfte Helmut Waltl zum ersten Mal seit ca. einem Jahr wieder hinter den Kesseln Platz nehmen und auch Daniel Huber, der ja vor kurzem erst ausgestiegen ist, spielte ein letztes Mal am Bass. Das Programm in dieser Besetzung war natürlich eher von den älteren Alben, wobei man Helmut eigentlich die fehlende Praxis mit der Band kaum anmerkte. Remembrance, 31'st of April, God Nowhere, Euphoria und ein sehr selten gespieltes Stück mit dem Titel Marilyn, welches noch vom There Are Days Album stammt, wurden gespielt ehe Helmut wieder Platz für den aktuellen Drummer Hannes Ganeider machte, und somit sein wohl letztes Konzert mit Andy Mataln (guit,voc), Pete Lengfeldner (guit, voc), Martin Mataln (keys, vocs) und Daniel Huber (bass) spielte. Daniel durfte noch ein paar Stücke spielen, ehe der neue Bassist Mike Angerer wieder den Tieftöner übernahm. You Smell Like After, To Be, Shadows und Lunatic I Bear schlossen danach jedoch auch die Zeit von Daniel Huber bei Mely ab. Das Uriah Heep Cover Lady In Black darf natürlich bei so einer langen Setlist nicht fehlen, was vor allem beim Publikum wie immer sehr gut ankam. So wurde bei diesem Song ordentlich mitgesungen und die Stimmung erreichte doch mal wieder den Höhepunkt bei diesem Stück. Mit There Are Days liefern Mely danach noch einen Klassiker vom gleichnamigen Debütalbum ehe es wieder mit der Halbballade My Addiction sowie Sweet Six Feet und Maybe Yesterday wieder vom aktuellen Album weitergeht. Das reguläre Set dieser Extended Live Show wurde von My Wave abgeschlossen, womit sich das Publikum natürlich nicht zufrieden gab. Was wäre auch eine Jubliäumsshow ohne Zugaben und so kam man zurück um mit Dust, Seven und Still Ask Why noch 3 Stücke nachzuwerfen. Mely liefert natürlich ein gewohnt routiniertes Konzert, mit gut gewählter Setlist und einem begeisterten Publikum.




10 Years of Mely kann man als sehr guten Konzertabend mit starken Auftritten aller Bands sehen, wobei natürlich Mely-Fans durch die sehr lange Spielzeit am meisten auf ihre Kosten kamen. Etwas Kritik muss es aber von meiner Seite für das Pfandsystem geben, denn Becher und Pfandmarke wenn man sich ein neues Getränk kann dann schon blöd sein, wenn man den Becher hat und vorher eingeladen wurde.

Konzertfotos

Für euch vor Ort war Chris Egger

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